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Glossar

Die Begriffe, die in den Fehlerseiten vorkommen – erklärt in jeweils drei Sätzen. Kein Marketingsprech, keine Halbwahrheiten. Wo ein Begriff einen eigenen Fehler hat, führt der Verweis direkt dorthin.

271 Begriffe

Abhängigkeitsbereichdependency scope
Angabe in einem Maven-Projekt, in welchen Phasen eine Bibliothek zur Verfügung steht. Der Bereich „provided“ stellt sie beim Übersetzen bereit, aber nicht zur Laufzeit – der Build ist grün, und das Programm fällt später mit einer fehlenden Klasse aus. → Fehler ansehen
ABIApplication Binary Interface
Die Schnittstelle zwischen bereits übersetztem Maschinencode und seiner Laufzeitumgebung – anders als eine Programmierschnittstelle betrifft sie nicht den Quelltext, sondern das Kompilat. Ändert sie sich, muss neu übersetzt werden, obwohl am Quelltext keine Zeile anders ist. → Fehler ansehen
Aktualisierungspflicht§ 475b und § 327f BGB
Pflicht, für eine Ware mit digitalen Elementen Aktualisierungen bereitzustellen, damit sie mangelfrei bleibt. Adressat ist der Verkäufer, nicht der Hersteller. Die Dauer ist im Gesetz nicht als feste Zahl genannt, sondern richtet sich nach dem, was der Käufer nach Art und Zweck der Sache erwarten kann – ein Ende des Herstellersupports beendet die Pflicht daher nicht automatisch. → Fehler ansehen
Alt ModeDisplayPort Alternate Mode
Betriebsart, in der ein USB-C-Anschluss statt USB-Daten ein DisplayPort-Videosignal über dieselben Leitungen schickt. Weder jeder Anschluss noch jedes Kabel beherrscht sie, und von außen ist beides nicht zu erkennen. → Fehler ansehen
Altersfreigabe§ 14 JuSchG
Kennzeichnung eines Spiels oder Films mit einer Altersstufe. Sie ist keine pädagogische Empfehlung und sagt nichts über Anspruch oder Eignung. Maßstab des Gesetzes ist allein, ob ein Inhalt für Kinder oder Jugendliche der jeweiligen Altersstufe entwicklungsbeeinträchtigend ist – deshalb kann ein anspruchsvolles Spiel ab null und ein harmloses ab zwölf freigegeben sein. → Fehler ansehen
Angebotsvorsorge
Arbeitsmedizinische Vorsorge, die der Arbeitgeber nach § 5 ArbMedVV bei bestimmten gefährdenden Tätigkeiten anbieten muss, etwa bei Tätigkeiten an Bildschirmgeräten. Die Teilnahme ist freiwillig; das Ausschlagen eines Angebots entbindet den Arbeitgeber nicht davon, weiter regelmäßig anzubieten. → Fehler ansehen
Anti-Hammering
Schutz des TPM gegen das Durchprobieren von PINs. Bei Windows Hello for Business folgen nach Fehlversuchen eine Bestätigungsfolge, ein erzwungener Neustart und dann Sperrzeiten, die laut Microsoft mit jedem weiteren Neustart länger werden. Deshalb ist eine kurze Geräte-PIN kein leichtes Ziel für Brute Force. → Fehler ansehen
APIPAAutomatic Private IP Addressing
Notadresse aus dem Bereich 169.254.0.0/16, die ein Gerät sich selbst gibt, wenn kein DHCP-Server antwortet. Eine solche Adresse ist kein Netzwerkfehler, sondern seine Diagnose: Der DHCP-Server war nicht erreichbar. → Fehler ansehen
App-HibernationRuhezustand ungenutzter Apps
Ein Zustand, in den Android Apps versetzt, die auf Android 11 oder höher zielen und einige Monate nicht benutzt wurden: Laufzeitberechtigungen werden zurückgesetzt, ab Android 12 zusätzlich Cache gelöscht und Hintergrundaufgaben sowie Push-Nachrichten eingestellt. → Fehler ansehen
App-Standby
Android-Mechanismus, der Apps nach Nutzungshäufigkeit in Eimer einsortiert und den selten geöffneten den Netzzugriff und Hintergrundaufgaben immer stärker zusammenstreicht. Anders als Doze hängt er nicht am Zustand des Geräts, sondern am Verhalten des Nutzers – die eine App, die nie geöffnet wird, meldet sich deshalb irgendwann gar nicht mehr. → Fehler ansehen
Apps auslagernOffload Unused Apps
Funktion auf Apple-Geräten, die eine App entfernt, ihre Dokumente und Daten aber behält. Auf dem Apple TV ist eine ausgelagerte App am Download-Symbol erkennbar. → Fehler ansehen
AufsichtsbehördeDatenschutzaufsicht nach Artikel 51 DSGVO
Die DSGVO verteilt die Zuständigkeit nicht selbst: Artikel 51 Absatz 1 verlangt nur, dass jeder Mitgliedstaat „eine oder mehrere unabhängige Behörden“ vorsieht. Wer in Deutschland zuständig ist, steht deshalb im Bundesdatenschutzgesetz – § 9 Absatz 1 BDSG für die öffentlichen Stellen des Bundes, § 40 Absatz 1 BDSG für die nichtöffentlichen Stellen, also Onlineshop, Arbeitgeber und Verein. Ein hierarchisches Verhältnis besteht zwischen beiden Ebenen nicht: Der Bund ist keine Beschwerdeinstanz über den Ländern. → Fehler ansehen
AuftragsverarbeitungArtikel 28 DSGVO
Konstellation, in der ein Dienstleister personenbezogene Daten nur nach Weisung des Verantwortlichen verarbeitet. Sie ist kein Freibrief, sondern eine Rollenverteilung: Verantwortlich bleibt, wer über Zweck und Mittel entscheidet. Wer Kundendaten in einen fremden Dienst eingibt, verarbeitet sie damit – unabhängig davon, ob dabei etwas gespeichert wird. → Fehler ansehen
Auslösewert
Pegel der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung, bei dem Pflichten einsetzen: oberhalb der unteren Werte (80 dB(A)) Gehörschutz bereitstellen, ab den oberen (85 dB(A)) tragen lassen. Die Dämmung des Gehörschutzes zählt dabei nicht mit. → Fehler ansehen
Backoff, exponentieller
Wartestrategie nach einem Fehlschlag, bei der die Pause jedes Mal verdoppelt wird: eine Sekunde, zwei, vier, acht. Sie verhindert, dass tausend Clients im Gleichtakt erneut anklopfen und den Server ein zweites Mal überrennen. → Fehler ansehen
Backtracking, katastrophales
Verhalten einer Regex-Engine, die bei verschachtelten Wiederholungen exponentiell viele Kombinationen durchprobiert. Eine Eingabe von dreißig Zeichen kann so Milliarden Versuche auslösen – das Programm stürzt nicht ab, es rechnet. Als Angriff heißt das ReDoS. → Fehler ansehen
Base64
Verfahren, das beliebige Daten in 64 druckbare Zeichen umschreibt, damit sie durch Systeme passen, die nur Text vertragen. Es ist eine Kodierung, keine Verschlüsselung: Der Standardtext hält ausdrücklich fest, dass sie Information optisch verbirgt, aber keinerlei Vertraulichkeit bietet. Rückgängig macht das ein einziger Befehl. → Fehler ansehen
Baustellenkoordinator
Nach § 3 BaustellV zu bestellen, sobald auf einer Baustelle Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig werden. Eine Größenschwelle nennt die Vorschrift nicht; die Zahlen 30 Arbeitstage und 20 Beschäftigte gehören zur Vorankündigung. → Fehler ansehen
Belegausgabepflicht§ 146a Absatz 2 AO
Pflicht nach § 146a Absatz 2 Satz 1 AO, bei Erfassung mit einem elektronischen Aufzeichnungssystem dem Beteiligten in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang einen Beleg auszustellen und zur Verfügung zu stellen. → Fehler ansehen
Beweislastumkehr§ 477 BGB
Vermutung zugunsten des Käufers: Zeigt sich innerhalb eines Jahres nach Übergabe ein Mangel, wird angenommen, dass er schon bei Übergabe vorlag. Nicht der Käufer muss das beweisen, sondern der Verkäufer das Gegenteil. Die oft genannten sechs Monate stehen im Gesetz nur noch für den Kauf eines lebenden Tieres. → Fehler ansehen
BFSGBarrierefreiheitsstärkungsgesetz
Deutsches Gesetz, das seit dem 28.06.2025 auch private Anbieter bestimmter Produkte und Dienstleistungen zur Barrierefreiheit verpflichtet – etwa Onlineshops und elektronischen Geschäftsverkehr. Es gilt nicht für jede Webseite: Der Anwendungsbereich ist über Produkt- und Dienstleistungslisten definiert, und für Kleinstunternehmen gibt es bei Dienstleistungen eine Ausnahme. → Fehler ansehen
Bildungseinrichtung§ 60a Absatz 4 UrhG
Nach § 60a Absatz 4 UrhG frühkindliche Bildungseinrichtungen, Schulen, Hochschulen sowie Einrichtungen der Berufsbildung oder der sonstigen Aus- und Weiterbildung. → Fehler ansehen
binary64IEEE 754, doppelte Genauigkeit
Das Zahlenformat, in dem fast jede Programmiersprache Kommazahlen speichert: 64 Bit, davon 53 für die Genauigkeit. Ein Zehntel ist darin eine unendliche Periode und deshalb nicht exakt darstellbar – daher ergibt 0.1 plus 0.2 nicht 0.3. Kein Fehler, sondern die Bauweise. → Fehler ansehen
BluescreenBug Check, umgangssprachlich BSOD
Kontrollierter Halt des Windows-Kernels, wenn ein Fehler auftritt, von dem er sich nicht sicher erholen kann. Der angezeigte Name, etwa SYSTEM_SERVICE_EXCEPTION, benennt die Fehlerklasse und ist der einzige brauchbare Ansatzpunkt. → Fehler ansehen
Border Router
Gerät, das ein Thread-Funknetz mit dem heimischen IP-Netz verbindet. Ohne ihn reden die Thread-Geräte zwar untereinander, sind aber von Telefon, Sprachassistent oder Automatisierung aus nicht erreichbar. In vielen Lautsprechern und Fernsehkästchen steckt bereits einer. → Fehler ansehen
BoxingBoxing Conversion
Umwandlung eines primitiven Werts in das Objekt der zugehörigen Hüllklasse, etwa int in Integer (JLS §5.1.7). Gleiche Werte ergeben dabei nur im garantierten Bereich dasselbe Objekt, deshalb vergleicht man Objekte mit equals, nicht mit ==. → Fehler ansehen
Bridging (Wear OS)
Das Spiegeln von Benachrichtigungen einer Handy-App auf gekoppelte Wear-OS-Uhren, standardmäßig aktiv. Laufende, nicht wegwischbare und als lokal markierte Benachrichtigungen werden nicht gespiegelt; eine Uhren-App kann das Spiegeln abschalten. → Fehler ansehen
btimefile creation (birth) timestamp
Erstellungszeitpunkt einer Datei, beim Anlegen gesetzt und danach unverändert; nur über statx erreichbar und laut inode(7) von den meisten Linux-Dateisystemen derzeit nicht unterstützt. → Fehler ansehen
Bufferbloat
Überfüllte Warteschlangen in Routern und Modems. Statt überzählige Pakete zu verwerfen, stauen sie sie auf. Die Bandbreite bleibt voll, die Antwortzeit bricht ein – Videocalls und Spiele leiden, während jeder Geschwindigkeitstest bestens aussieht. → Fehler ansehen
Burn-inEinbrennen
Ungleichmäßiger Verschleiß eines OLED-Displays: Pixel, die lange dasselbe helle Bild zeigen mussten, leuchten dauerhaft schwächer als ihre Nachbarn. Man sieht nicht ein eingebranntes Bild, sondern das Negativ eines Verbrauchs. Nicht reparabel. → Fehler ansehen
Captive Portal
Anmeldeseite, die ein öffentliches WLAN erzwingt, indem es sämtlichen Verkehr auf sich umleitet. Das Gerät ist verbunden, aber ohne Anmeldung nicht im Internet. → Fehler ansehen
CE-Kennzeichnung
Zeichen, mit dem ein Produkt für das Inverkehrbringen gekennzeichnet ist. Es entbindet nach § 3 Absatz 1 BetrSichV nicht von der Gefährdungsbeurteilung für die Verwendung im Betrieb. → Fehler ansehen
CGNATCarrier-Grade NAT
Verfahren, bei dem sich viele Kunden eines Anbieters eine einzige öffentliche IPv4-Adresse teilen. Portfreigaben im eigenen Router werden dadurch wirkungslos – sie sind technisch korrekt und trotzdem von außen unerreichbar. → Fehler ansehen
Client-Isolation
Einstellung in Gast- und IoT-Netzen, die jede Verbindung zwischen Geräten desselben WLANs unterbindet. Sie schützt vor neugierigen Nachbarn und verhindert zugleich, dass der Laptop den Drucker findet. → Fehler ansehen
Coil WhineSpulenfiepen
Hochfrequentes Zirpen aus den Spulen der Spannungsversorgung. Der schnell umgeschaltete Strom lässt die Drahtwicklungen minimal schwingen – die Spule wird zum Lautsprecher. Ein akustisches Ärgernis, kein Defekt. → Fehler ansehen
CollationSortierregel
Die sprachabhängige Vorschrift, in welcher Reihenfolge Zeichenketten stehen. Datenbanken bauen ihre Indizes danach auf. Ändert das Betriebssystem die Bibliothek, die diese Reihenfolge liefert, sind vorhandene Indizes stillschweigend falsch sortiert – und Abfragen finden Zeilen nicht mehr, die es gibt. → Fehler ansehen
Context Rot
Das Nachlassen von Genauigkeit und Trefferquote mit wachsender Token-Zahl, obwohl nichts aus dem Kontextfenster gefallen ist. Anthropic benennt den Effekt in der eigenen Dokumentation und schreibt daneben, mehr Kontext sei nicht automatisch besser. Der gesuchte Satz steht also noch da – er wird nur immer seltener gefunden, und Nachladen weiterer Dokumente verschlimmert genau die Ursache. → Fehler ansehen
Copilot+ PC
Microsofts Bezeichnung für Windows-Geräte mit Neural Processing Unit, die Funktionen wie Recall voraussetzen. Laut Microsofts Verwaltungsseite gehören zu den Mindestanforderungen für Recall ein Gerät nach dem Secured-core-Standard, eine NPU mit 40 TOPS, 16 GB RAM und Windows Hello mit biometrischer Anmeldung. → Fehler ansehen
copytruncate (logrotate)
Direktive, die die Logdatei nach dem Kopieren an Ort und Stelle auf null kürzt, statt sie zu verschieben; für Programme, die ihre Logdatei nicht neu öffnen können. create ist dann wirkungslos, und zwischen Kopieren und Kürzen können Zeilen verloren gehen. → Fehler ansehen
CrashLoopBackOff
Zustand eines Kubernetes-Pods, dessen Container immer wieder startet und sofort wieder endet. Der Name beschreibt nicht den Fehler, sondern die Reaktion darauf: Kubernetes wartet vor jedem neuen Versuch länger. Die Ursache steht nie in diesem Zustand, sondern im Protokoll des vorherigen, bereits beendeten Durchlaufs. → Fehler ansehen
ctimelast status change timestamp
Zeitstempel der letzten Statusänderung einer Datei unter Linux; ändert sich beim Schreiben und beim Ändern von Eigentümer, Gruppe, Linkzahl oder Modus. Nicht das Erstellungsdatum. → Fehler ansehen
CUPSCommon UNIX Printing System
Der Druckdienst von Linux und macOS. Er nimmt Aufträge an, verwaltet Warteschlangen und spricht mit dem Gerät. Die klassischen Druckertreiber und Backends darin gelten inzwischen als abgekündigt; moderne Geräte werden stattdessen treiberlos über IPP angesprochen. → Fehler ansehen
Dangling Link
Ein symbolischer Link, dessen Zielpfad nicht existiert. Nach symlink(7) muss das Ziel beim Anlegen nicht vorhanden sein; bei relativen Zielen entsteht ein solcher Link oft dadurch, dass der Pfad vom Verzeichnis des Links aus gelesen wird, nicht vom Verzeichnis des Aufrufs. → Fehler ansehen
De-Mail
Elektronischer Postdienst nach dem De-Mail-Gesetz, das nach seinem § 26 mit Ablauf des 31. Dezember 2026 außer Kraft tritt. § 3a VwVfG nennt sie nicht als Ersatz der Schriftform. → Fehler ansehen
Dekompilierung
Die Rückübersetzung von Programmcode in eine lesbare Form. Nach § 69e UrhG ohne Zustimmung des Rechtsinhabers nur erlaubt, wenn sie unerlässlich ist, um Informationen für die Interoperabilität eines unabhängig geschaffenen Programms zu erhalten, die nicht ohne weiteres zugänglich sind, und beschränkt auf die dafür notwendigen Teile. → Fehler ansehen
Dependency MediationAbhängigkeitsvermittlung in Maven
Die Regel, nach der Maven entscheidet, welche Version eines Artefakts verwendet wird, wenn mehrere im Abhängigkeitsbaum auftauchen: die nächstgelegene („nearest definition“), nicht die neueste. Liegen zwei Versionen gleich tief, gewinnt die zuerst deklarierte. dependencyManagement hat bei transitiven Abhängigkeiten Vorrang vor dieser Regel. → Fehler ansehen
DFSDynamic Frequency Selection
Pflicht für bestimmte 5-GHz-WLAN-Kanäle: Der Router muss auf Wetter- und Flugradar horchen und den Kanal sofort räumen, wenn er ein Signal erkennt. Das WLAN verschwindet dann für Minuten – gesetzeskonform, aber unerklärlich, wenn man es nicht weiß. → Fehler ansehen
DHCPDynamic Host Configuration Protocol
Verfahren, mit dem ein Gerät beim Betreten eines Netzes automatisch IP-Adresse, Gateway und DNS-Server zugeteilt bekommt. Antwortet niemand, bleibt nur die Notadresse. → Fehler ansehen
Diensteverpflichteter§ 156 TKG
Nach § 156 Absatz 1 Satz 1 TKG ein Unternehmen, das die Bundesnetzagentur nach § 161 zur Versorgung verpflichtet hat; nur gegen dieses besteht der Anspruch auf Versorgung. → Fehler ansehen
DISMDeployment Image Servicing and Management
Windows-Werkzeug, das das lokale Systemabbild repariert – jene Quelle, aus der SFC beschädigte Dateien zurückholt. Deshalb gehört DISM vor SFC, nicht danach. → Fehler ansehen
DKIMDomainKeys Identified Mail
Kryptografische Signatur über ausgewählte Kopfzeilen und den Inhalt einer Mail, deren öffentlicher Schlüssel im DNS der Absenderdomain liegt. Sie beweist nicht, wer gesendet hat, sondern dass unterwegs nichts verändert wurde. Genau deshalb zerbricht sie regelmäßig an Mailinglisten, die einen Betreffzusatz oder eine Fußzeile anhängen. → Fehler ansehen
DMARCDomain-based Message Authentication, Reporting and Conformance
Richtlinie im DNS, die festlegt, wie ein Empfänger mit Mails umgehen soll, die weder über SPF noch über DKIM zur sichtbaren Absenderdomain passen. Der entscheidende Begriff ist die Ausrichtung: Es genügt nicht, dass SPF oder DKIM bestehen, die geprüfte Domain muss auch zu der im Absenderfeld gehören. Beim Umstellen auf eine strenge Richtlinie verschwinden deshalb zuerst Rundmails und weitergeleitete Post. → Fehler ansehen
DNSDomain Name System
Das Adressbuch des Internets: Es übersetzt Namen in IP-Adressen. Fällt es aus, ist das Netz technisch erreichbar, aber keine Adresse mehr auffindbar – der Klassiker unter den Fehlern, die wie ein Totalausfall aussehen. → Fehler ansehen
DokumentprüfungDocument Inspector
Funktion in Word, Excel und PowerPoint, die versteckte Bestandteile eines Dokuments aufspürt und entfernt: Autorennamen, Kommentare, Änderungsverfolgung, ausgeblendete Zeilen. Sie ist gründlich, aber nicht vollständig – ein Bild bleibt in voller Auflösung eingebettet, auch wenn im Dokument nur ein zugeschnittener Ausschnitt zu sehen ist. → Fehler ansehen
Doze
Ruhezustand von Android: Liegt ein Gerät längere Zeit unbewegt und ohne Ladekabel, bündelt das System Hintergrundarbeit und Netzzugriffe in immer seltener werdende Zeitfenster. Nachrichten hoher Priorität kommen weiter sofort durch – ob eine App diese Priorität anfordert, entscheidet ihr Entwickler, nicht die Einstellung im Telefon. → Fehler ansehen
E-Rechnungelektronische Rechnung nach § 14 UStG
Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format, das sich maschinell auswerten lässt. Ein PDF im Mailanhang gehört ausdrücklich nicht dazu – das Umsatzsteuergesetz zählt es zur sonstigen Rechnung, selbst wenn es elektronisch verschickt wurde. Der Unterschied liegt nicht am Übertragungsweg, sondern am Format. → Fehler ansehen
eGKelektronische Gesundheitskarte
Karte der Krankenkasse, die nach § 291 Absatz 3 Satz 1 SGB V eine kontaktlose Schnittstelle haben muss. Die zugehörige PIN stellt die Kasse auf Verlangen unverzüglich zur Verfügung. → Fehler ansehen
Einheitliche digitale Schnittstelle§ 4 KassenSichV
Nach § 4 KassenSichV eine Datensatzbeschreibung für die Anbindung der Sicherheitseinrichtung an die Kasse und für den standardisierten Datenexport zur Übergabe an den Amtsträger bei Kassen-Nachschau oder Außenprüfung. → Fehler ansehen
Einigungsstelle
Gremium, das bei mitbestimmten Angelegenheiten entscheidet, wenn Arbeitgeber und Betriebsrat sich nicht einigen; ihr Spruch ersetzt nach § 87 Absatz 2 BetrVG die Einigung. Sie wird nach § 76 Absatz 5 auf Antrag einer Seite tätig. → Fehler ansehen
Elektronische Form§ 126a BGB
Ersatz der gesetzlichen Schriftform nach § 126a BGB: Der Aussteller fügt seinen Namen hinzu und versieht das elektronische Dokument mit seiner qualifizierten elektronischen Signatur. Bei Kündigung und Auflösungsvertrag im Arbeitsverhältnis ist sie nach § 623 ausgeschlossen. → Fehler ansehen
Elektronischer Beleg
Nach § 6 Satz 6 KassenSichV die Ausgabe des Kassenbelegs in einem standardisierten Datenformat statt auf Papier, zulässig nur mit Zustimmung des Belegempfängers. Ein QR-Code auf dem Display oder ein Foto des Bons ist keiner. → Fehler ansehen
Empfangsnachweis (NachwG)
Bestätigung des Arbeitnehmers über den Erhalt der elektronisch übermittelten Niederschrift. § 2 Absatz 1 Satz 2 NachwG verlangt, dass der Arbeitgeber mit der Übermittlung in Textform zur Erteilung eines Empfangsnachweises auffordert. → Fehler ansehen
EntsperrnummerPUK des Personalausweises
Nummer aus dem PIN-Brief, die eine nach drei Fehlversuchen blockierte Online-Ausweisfunktion wieder freigibt. Sie hebt nur die Sperre auf und verrät keine PIN – wer die PIN vergessen hat, kommt damit keinen Schritt weiter und braucht eine Neusetzung. Nicht zu verwechseln mit der PUK der SIM-Karte. → Fehler ansehen
Erklärung zur Barrierefreiheit
Pflichtangabe öffentlicher Stellen des Bundes zu ihren Websites und Apps nach § 12b BGG. Sie setzt nach § 7 Absatz 5 BITV 2.0 eine tatsächliche Bewertung der Barrierefreiheit voraus. → Fehler ansehen
ERR_REQUIRE_ASYNC_MODULE
Fehler von Node.js, wenn require() ein ES-Modul laden soll, das selbst oder über seine Importe ein top-level await enthält; dokumentierter Ausweg ist dynamisches import(). → Fehler ansehen
eSIMembedded SIM
Fest verbautes SIM-Modul, das ein Mobilfunkprofil per Download aufnimmt. Der QR-Code enthält nicht das Profil, sondern nur ein einmalig einlösbares Ticket dafür. → Fehler ansehen
Exclusion
Vorgang, mit dem ein Z-Wave-Gerät die Kennung seines alten Netzes vergisst. Jeder Controller darf jedes Gerät ausschließen – deshalb steht bei Gebrauchtgeräten das Ausschließen immer vor dem Anlernen. → Fehler ansehen
ExifExchangeable Image File Format
Metadatenblock in Bilddateien, in dem Kamera und Telefon Aufnahmezeitpunkt, Geräteangaben und – bei aktivierter Ortung – die Koordinaten hinterlegen. Die Daten sind an der Ansicht des Bildes nicht zu erkennen und reisen beim Weitergeben mit. Manche Plattformen entfernen sie beim Hochladen, andere nicht; verlassen kann man sich darauf nicht. → Fehler ansehen
EXPOExtended Profiles for Overclocking
AMDs Speicherprofil, Gegenstück zu Intels XMP. Beide hinterlegen Takt, Timings und Spannung im Modul. Ohne aktiviertes Profil läuft jeder Speicher auf dem langsamen Standardtakt. → Fehler ansehen
FarbvorratGamut
Die Menge an Farben, die ein Gerät tatsächlich herstellen kann. Bildschirm und Drucker haben verschiedene Vorräte, und ein Farbprofil vergrößert keinen davon. Liegt eine Farbe außerhalb, wird sie nicht gedruckt, sondern durch die nächstliegende erreichbare ersetzt – dort verschwinden die leuchtenden Töne, die am Bildschirm noch da waren. → Fehler ansehen
Fast-Forward
Aktualisierung eines Zweigs, bei der nur der Zweigzeiger auf die neue Spitze vorrückt, ohne Merge-Commit; nur möglich, wenn die geholte Geschichte ein Nachfahre der eigenen ist. git pull macht laut Dokumentation standardmäßig nur solche Aktualisierungen (--ff-only). → Fehler ansehen
Feedback-Mechanismus
Nach § 7 Absatz 2 BITV 2.0 ein von jeder Seite einer Website unmittelbar zugänglicher Weg, Barrieren zu melden. Die öffentliche Stelle des Bundes antwortet nach § 12b Absatz 4 BGG spätestens innerhalb eines Monats. → Fehler ansehen
Fernmeldegeheimnis
Der Schutz von Inhalt und näheren Umständen der Telekommunikation nach § 3 TDDDG. Verpflichtet sind die vier dort genannten Gruppen von Anbietern und Betreibern; das Wort Arbeitgeber kommt im Gesetz nicht vor. → Fehler ansehen
Firmware-TPM
TPM 2.0, das als Firmware in einer geschützten Ausführungsumgebung des Prozessors läuft; Windows nutzt es wie einen eigenen Chip. Im Legacy- und CSM-Modus des BIOS ist TPM 2.0 laut Microsoft nicht unterstützt. → Fehler ansehen
Full-Screen Intent
Eine Android-Benachrichtigung, die den gesperrten Bildschirm ganz übernimmt, gedacht für Anrufe und Wecker. Für Apps mit Ziel Android 14 ist die Berechtigung USE_FULL_SCREEN_INTENT laut Google standardmäßig nur noch Anruf- und Wecker-Apps erlaubt; alle anderen brauchen die Freigabe des Nutzers in den Einstellungen. → Fehler ansehen
Funktionale Abhängigkeitfunctional dependence (SQL)
Eine Spalte ist funktional abhängig, wenn die Gruppierungsspalte ihren Wert eindeutig bestimmt, etwa weil diese Primärschlüssel oder eindeutige NOT-NULL-Spalte ist. MySQL erkennt solche Fälle und lässt die Spalte trotz ONLY_FULL_GROUP_BY zu. → Fehler ansehen
Garantie§ 443 BGB
Freiwillige Zusage eines Herstellers oder Verkäufers, zusätzlich zur gesetzlichen Mängelhaftung. Wer sie gibt, bestimmt ihren Inhalt selbst; wer keine gibt, haftet trotzdem gesetzlich. Die verbreitete Rede von den zwei Jahren Garantie meint fast immer die Gewährleistung – zwei völlig verschiedene Rechtsverhältnisse mit verschiedenen Ansprechpartnern. → Fehler ansehen
Gatekeeper
Sicherheitsmechanismus von macOS, der Programme aus nicht verifizierten Quellen blockiert. Die Meldung, eine App sei beschädigt, bedeutet meist nur: Sie ist nicht beglaubigt. → Fehler ansehen
Gefährdungsbeurteilung§ 5 ArbSchG, § 3 ArbStättV
Die Pflicht des Arbeitgebers, durch eine Beurteilung der mit der Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind. § 5 Absatz 3 ArbSchG führt dabei „unzureichende Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten“ und „psychische Belastungen bei der Arbeit“ selbst als Gefährdungsquellen auf; § 3 Absatz 3 ArbStättV verlangt die Dokumentation vor Aufnahme der Tätigkeiten. Wo die Verordnung keine Zahl nennt, ist dieses Papier die Antwort. → Fehler ansehen
Geräte in der NäheNearby devices
Die Laufzeitberechtigung, mit der Android ab Version 12 den Zugriff auf Bluetooth-Geräte und ab Version 13 auf WLAN-Geräte in der Umgebung freigibt. Sie löst die Standortberechtigung ab, die dafür bis Android 11 nötig war, und enthält keinen Standortzugriff. → Fehler ansehen
Geringfügige Beschäftigung§ 8 Absatz 1 SGB IV
Nach § 8 Absatz 1 SGB IV entweder eine Beschäftigung mit Entgelt regelmäßig bis zur Geringfügigkeitsgrenze (Nummer 1) oder eine kurzfristige Beschäftigung bis drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr, im landwirtschaftlichen Betrieb 15 Wochen oder 90 Arbeitstage (Nummer 2). → Fehler ansehen
Geringfügigkeitsgrenze§ 8 Absatz 1a SGB IV
Nach § 8 Absatz 1a SGB IV das Monatsentgelt bei zehn Wochenstunden zum Mindestlohn: Mindestlohn mal 130, geteilt durch drei, auf volle Euro aufgerundet. Eine feste Eurozahl steht nicht im Gesetz. → Fehler ansehen
GesundheitsID
Die digitale Identität für das Gesundheitswesen, die Krankenkassen nach § 291 Absatz 8 SGB V auf Verlangen bereitstellen. Seit 2024 kann sie nach § 15 Absatz 2 den Nachweis der Berechtigung in der Praxis erbringen; ab 2027 dient sie in gleicher Weise wie die Gesundheitskarte als Versicherungsnachweis. → Fehler ansehen
Gewährleistunggesetzliche Mängelhaftung, §§ 434 ff. BGB
Die gesetzliche Haftung des Verkäufers dafür, dass die Ware bei Übergabe mangelfrei war. Sie gilt automatisch, kostet nichts und richtet sich gegen den Verkäufer, nicht gegen den Hersteller. Gegenüber Verbrauchern lässt sie sich vorab nicht wegbedingen – eine Klausel, die sie ausschließt, geht ins Leere. → Fehler ansehen
GrafikspeicherVRAM
Der Arbeitsspeicher auf der Grafikkarte. Er ist nicht der Arbeitsspeicher des Rechners und lässt sich nicht durch ihn ersetzen. Bei einem Sprachmodell muss er Gewichte, Zwischenergebnisse und beim Training zusätzlich den Zustand des Optimierers gleichzeitig halten – deshalb reicht die reine Modellgröße als Rechnung nie aus. → Fehler ansehen
GRUBGRand Unified Bootloader
Startprogramm der meisten Linux-Systeme. Landet man in seiner Rettungskonsole, ist selten Linux defekt – meist findet GRUB nur seine Konfiguration nicht mehr. → Fehler ansehen
Halluzination
Ausgabe eines Sprachmodells, die plausibel formuliert und sachlich frei erfunden ist – Paragrafen, Studien, Befehlsoptionen. Es handelt sich nicht um einen Aussetzer, sondern um dieselbe Maschinerie, die auch die richtigen Antworten hervorbringt. Deshalb sieht man einer Antwort nicht an, welcher der beiden Fälle gerade vorliegt. → Fehler ansehen
hash_mem_multiplier (PostgreSQL)
Faktor, mit dem work_mem für hash-basierte Operationen multipliziert wird; Vorgabe 2,0, sodass Hash-Tabellen das Doppelte des Grundwerts belegen dürfen. → Fehler ansehen
HauptkennwortMaster-Passwort
Das eine Kennwort, das den Tresor eines Passwortmanagers öffnet. Es ersetzt zwanzig ausgedachte Kennwörter durch zwanzig zufällige, die niemand mehr im Kopf behalten muss. Der Preis ist ein einziger Punkt des Versagens: Bei einer Umsetzung ohne Hintertür kann auch der Anbieter es nicht zurücksetzen, und der Inhalt ist dann verloren. → Fehler ansehen
Hybride Versammlung§ 32 Absatz 2 Satz 1 BGB
Mitgliederversammlung, bei der Mitglieder nach § 32 Absatz 2 Satz 1 BGB auch ohne Anwesenheit am Versammlungsort elektronisch teilnehmen und ihre Rechte ausüben können. Sie wird bei der Berufung vorgesehen. → Fehler ansehen
IdentitiesOnly (ssh_config)
Client-Option, mit der ssh nur die konfigurierten Identitätsdateien anbietet, auch wenn ssh-agent, ein PKCS11Provider oder ein SecurityKeyProvider weitere Identitäten anbietet; Vorgabe no. → Fehler ansehen
idle in transaction
Zustand einer PostgreSQL-Sitzung in pg_stat_activity: Eine Transaktion ist offen, aber es läuft gerade keine Abfrage. Solche Sitzungen halten Sperren und hindern VACUUM daran, alte Zeilenversionen wegzuräumen. → Fehler ansehen
import.meta
Objekt mit Angaben zum aktuellen ES-Modul in Node.js, darunter url, dirname und filename. dirname und filename ersetzen die CommonJS-Variablen __dirname und __filename. → Fehler ansehen
Inode
Verwaltungseintrag einer Datei im Dateisystem: Rechte, Zeitstempel, Größe, Speicherort – alles außer dem Namen. Jede Datei braucht genau einen, ob null Byte oder vier Gigabyte groß. Bei ext4 ist ihre Zahl beim Formatieren festgelegt. Sind sie aufgebraucht, ist die Platte voll, obwohl Platz frei ist. → Fehler ansehen
InstallFileLocked
Die Meldung, die Microsofts Fehlercodeliste dem Windows-Update-Code 0x80070020 zuordnet: Die Datei konnte nicht geöffnet werden, weil sie in Benutzung ist, etwa weil ein Antivirus-, Antimalware- oder Backup-Programm sie gerade prüft. → Fehler ansehen
Intelligentes Messsystem
Eine moderne Messeinrichtung, die über ein Smart-Meter-Gateway an ein Kommunikationsnetz angebunden ist. Erst diese zweite Box überträgt Werte und ermöglicht Fernauslesung, dynamische Tarife und die Steuerung nach § 14a EnWG. Steht im Zählerschrank nur ein flaches Gerät mit Display, ist es keines. → Fehler ansehen
Internet Connection SharingICS
Windows-Dienst SharedAccess zur gemeinsamen Nutzung einer Netzverbindung. Laut Microsoft „a required component of WSL 2“; ist er deaktiviert, scheitern neue WSL-2-Distributionen. → Fehler ansehen
IPPInternet Printing Protocol
Netzprotokoll, über das Rechner und Drucker miteinander reden – heute der Regelweg, auch treiberlos. Es überträgt nicht nur die Daten, sondern auch Zustandsgründe des Geräts wie media-jam für einen Medienstau. Der Rechner erfährt darüber immer nur das Urteil des Druckers, nie den Befund. → Fehler ansehen
Journalsystemd-journald
Der Protokolldienst moderner Linux-Systeme. Ob er einen Neustart überdauert, hängt am Speichermodus – und der richtet sich in der Voreinstellung schlicht danach, ob das Verzeichnis /var/log/journal existiert. Fehlt es, liegt das Protokoll im Arbeitsspeicher und ist nach dem Absturz weg, also genau dann, wenn man es bräuchte. → Fehler ansehen
Jumbo Frames
Ethernet-Pakete über der üblichen Größe von 1500 Byte, meist bis 9000. Sie funktionieren nur, wenn jedes Gerät auf der gesamten Strecke mitspielt – ein einziger alter Switch verwirft die großen Pakete kommentarlos. → Fehler ansehen
Kassen-Nachschau§ 146b AO
Unangekündigte Prüfung nach § 146b AO, bei der Amtsträger der Finanzbehörde während der üblichen Geschäfts- und Arbeitszeiten Geschäftsräume betreten, um Kassenaufzeichnungen und den ordnungsgemäßen Einsatz der elektronischen Kasse zu prüfen. → Fehler ansehen
Kassenbuch
Aufzeichnung der baren Einnahmen und Ausgaben. Nach § 146 AO sind sie täglich festzuhalten, und eine Änderung darf den ursprünglichen Inhalt nicht unkenntlich machen. → Fehler ansehen
Kernel Panic
Das Linux-Gegenstück zum Bluescreen: Der Kernel stoppt, weil er einen nicht behebbaren Zustand erreicht hat, etwa ein nicht auffindbares Wurzeldateisystem. → Fehler ansehen
Kernelerweiterungkext
Code, der unter macOS im Systemkern läuft. Apple empfiehlt sie nicht mehr: Sie lassen sich laut Apple nicht bei Bedarf laden und brauchen die Freigabe eines Administrators und einen Neustart. → Fehler ansehen
Klassenpfadclass path (-cp, --class-path, CLASSPATH)
Liste von Verzeichnissen, JAR- und ZIP-Dateien, in denen java Klassendateien sucht. Ohne Angabe und ohne CLASSPATH ist es laut JDK-25-Referenz das aktuelle Verzeichnis; -cp überschreibt CLASSPATH; bei -jar werden andere Klassenpfad-Angaben ignoriert. → Fehler ansehen
Kontextfenster
Der gesamte Text, den ein Sprachmodell bei einem Aufruf gleichzeitig vor sich hat. Mit hinein zählt alles: die Systemvorgabe, jede einzelne Nachricht samt Werkzeugergebnissen, Bildern und Dokumenten, dazu die Antwort, die erst noch entsteht. Die Hersteller nennen es ein Arbeits- oder Kurzzeitgedächtnis, und genau so verhält es sich – Schreibtisch, nicht Archiv. → Fehler ansehen
Kontrastverhältnis
Rechengröße für den Helligkeitsunterschied zwischen Text und Hintergrund, aus den relativen Leuchtdichten beider Farben gebildet. Sie reicht von 1:1 bis 21:1. Die WCAG verlangen für normalen Text mindestens 4,5:1, für große Schrift und für Bedienelemente 3:1 – blasser Text ist damit keine Geschmacksfrage, sondern nachrechenbar. → Fehler ansehen
Kopierschutz der BildleitungHDCP
Verfahren, mit dem Zuspieler und Bildschirm sich über die HDMI- oder DisplayPort-Verbindung gegenseitig als berechtigt ausweisen, bevor geschütztes Bild fließt. Jedes Glied der Kette muss mitspielen – Verteiler, Umschalter, Adapter, Kabel. Bricht es an einer Stelle, bleibt das Bild schwarz, während der Ton weiterläuft. → Fehler ansehen
Latenz (TKMV)§ 1 TKMV
Nach § 1 TKMV das arithmetische Mittel aus den Signallaufzeiten für Hin- und Rückstrecke zwischen Netzabschlusspunkt und dem Referenzmesspunkt der Breitbandmessung-Desktop-App der Bundesnetzagentur. → Fehler ansehen
Layer 8
Scherzhafte Erweiterung des siebenschichtigen OSI-Modells um eine achte Schicht: den Menschen vor dem Gerät. Ein Layer-8-Fehler ist ein Bedienfehler – häufiger als jeder Hardwaredefekt und selten so gemeint, wie er klingt.
Leichte Sprache
Eine Form der Sprache mit festen Regeln, die Anlage 2 Teil 2 der BITV 2.0 in 13 Vorgaben beschreibt: keine Abkürzungen, Verneinungen, Konjunktiv-, Passiv- und Genitiv-Konstruktionen, kurze Sätze, jeder Satz in einer neuen Zeile, linksbündig, heller einfarbiger Hintergrund, Schrift mindestens 1.2 em. Nach § 11 BGG die zweite Stufe nach der einfachen und verständlichen Sprache. → Fehler ansehen
Liveness-Probe
Regelmäßige Lebendprüfung, mit der Kubernetes entscheidet, ob ein Container neu gestartet werden muss. Sie ist ein Schalter, kein Messwert: Antwortet die Anwendung zu langsam oder ist die Frist zu knapp gesetzt, tötet die Prüfung einen gesunden Container. Für langsame Starts ist nicht sie zuständig, sondern eine getrennte Startprüfung. → Fehler ansehen
Load Average
Mittelwert der Prozesse, die rechnen, auf die CPU warten oder auf Ein- und Ausgabe warten, über 1, 5 und 15 Minuten. Laut uptime(1) nicht auf die Zahl der Prozessoren normiert. → Fehler ansehen
MAC-Randomisierung
Datenschutzfunktion moderner Geräte, die bei jeder Verbindung eine zufällige Hardware-Adresse verwendet. Für MAC-Filter und Anmeldeportale sieht damit jedes Mal ein fremdes Gerät aus – die Anmeldung scheitert, obwohl das Passwort stimmt. → Fehler ansehen
Main-Class (Manifest)
Kopfzeile in META-INF/MANIFEST.MF eines JARs, die die Startklasse nennt; bei java -jar laut Referenz die einzige Quelle für die Startklasse. → Fehler ansehen
MarktstammdatenregisterMaStR
Register der Bundesnetzagentur, in dem Betreiber von Strom- und Gaserzeugungsanlagen ihre Einheiten eintragen müssen – auch ein Balkonkraftwerk. Die Frist beträgt einen Monat ab Inbetriebnahme. Andere Meldewege sind für Steckersolargeräte inzwischen entfallen, diese Registrierungspflicht ausdrücklich nicht. → Fehler ansehen
Matter
Gemeinsame Sprache für Smart-Home-Geräte, kein Funkstandard. Darunter liegt WLAN, Ethernet oder Thread. Wer das verwechselt, sucht den Fehler an der falschen Stelle. → Fehler ansehen
MAX_PATH
Die Grenze von 260 Zeichen für den vollständigen Pfad unter Windows – Laufwerk, alle Ordner und Dateiname zusammen. Ein Fossil aus der MS-DOS-Zeit. NTFS selbst kann längere Pfade; die Beschränkung sitzt in der alten Windows-Schnittstelle. → Fehler ansehen
MaxAuthTries (sshd_config)
Höchstzahl der Anmeldeversuche je SSH-Verbindung, Vorgabe 6; ab der Hälfte werden weitere Fehlschläge protokolliert. Jeder angebotene und abgelehnte Schlüssel zählt als Versuch. → Fehler ansehen
MaxRAMPercentage
JVM-Option, die festlegt, welchen Anteil des erkannten Arbeitsspeichers die Java-Laufzeit höchstens für den Heap verwendet, wenn kein -Xmx gesetzt ist. Der Standardwert beträgt 25 Prozent, auch in Containern mit erkanntem Speicherlimit. → Fehler ansehen
mDNSMulticast DNS, auch Bonjour
Verfahren, mit dem Drucker, Lautsprecher und Streaming-Sticks ihre Existenz im lokalen Netz ausrufen. Die Anfragen sind absichtlich auf ein Netzsegment begrenzt und überqueren keinen Router. → Fehler ansehen
Mechanical offEnergiezustand G3
Der Zustand, in dem ein Rechner laut Microsoft vollständig aus ist und keinen Strom verbraucht – etwa bei ausgeschaltetem Netzschalter oder gezogenem Stecker. Zurück in den Betrieb führt nur ein vollständiger Neustart. Davon zu unterscheiden ist das gewöhnliche Herunterfahren, S5 oder „Soft off“, bei dem das System nur ausgeschaltet erscheint. → Fehler ansehen
Mehrzweckgerät
Begriff aus der europäischen Verordnung zur starken Kundenauthentifizierung für ein Gerät, das neben der Zahlungsfunktion auch für alles andere benutzt wird – also für ein gewöhnliches Telefon. Die Verordnung verbietet nicht, Banking-App und TAN-App darauf zu vereinen; sie verlangt vom Zahlungsdienstleister Maßnahmen, die das erhöhte Risiko abfedern, etwa getrennte Ausführungsumgebungen. → Fehler ansehen
Metaspace
Der Speicherbereich der Java-Laufzeitumgebung für Klassendefinitionen. Er liegt außerhalb des Heaps und hat eine eigene Obergrenze – deshalb hilft gegen ein volles Metaspace mehr Heap nicht, im Gegenteil: Beide teilen sich denselben Adressraum. → Fehler ansehen
Mobile Arbeit
Im Betriebsverfassungsgesetz Arbeit, die mittels Informations- und Kommunikationstechnik erbracht wird und deren Ausgestaltung nach § 87 Absatz 1 Nummer 14 mitbestimmt ist. Nicht dasselbe wie der Telearbeitsplatz der Arbeitsstättenverordnung. → Fehler ansehen
Modern Standby
Energiemodell von Windows, bei dem das System im Standby im Zustand S0 bleibt und ausdrücklich erlaubte Software zwischendurch arbeiten darf; Gegenstück zum klassischen S3-Schlaf. Ein Wechsel zwischen beiden ist laut Microsoft nicht per BIOS-Einstellung möglich. → Fehler ansehen
Moderne Messeinrichtung
Digitaler Stromzähler ohne Kommunikationseinheit. Er zeigt Verbrauchswerte am Gerät an und speichert Verlaufswerte, überträgt aber nichts – eine App, die den aktuellen Stand zeigt, kann es damit nicht geben. Wer Werte digital braucht, braucht ein intelligentes Messsystem. → Fehler ansehen
MTUMaximum Transmission Unit
Größte Menge an Daten, die ein Netzabschnitt in einem Paket transportiert. Ist sie zu hoch angesetzt und die passende Rückmeldung blockiert, verschwinden große Pakete lautlos: Seiten laden halb und hängen. → Fehler ansehen
Nacherfüllung§ 439 BGB
Die erste Stufe der Gewährleistung: Beseitigung des Mangels oder Lieferung einer mangelfreien Sache. Die Wahl zwischen beidem liegt beim Käufer, die Kosten für Transport, Wege, Arbeit und Material beim Verkäufer. Erst wenn die Nacherfüllung verweigert wird, fehlschlägt oder unzumutbar ist, öffnen sich Rücktritt und Minderung. → Fehler ansehen
Nachtarbeit
Nach § 2 Absatz 4 ArbZG jede Arbeit, die mehr als zwei Stunden der Nachtzeit umfasst; Nachtzeit ist die Zeit von 23 bis 6 Uhr, in Bäckereien und Konditoreien von 22 bis 5 Uhr. Der Name einer Schicht im Dienstplan spielt dafür keine Rolle. → Fehler ansehen
NAT-LoopbackHairpin-NAT
Fähigkeit eines Routers, eine Anfrage aus dem eigenen Netz an die eigene öffentliche Adresse zurück ins eigene Netz zu leiten. Beherrscht er sie nicht, ist der eigene Server von unterwegs erreichbar – von zu Hause aber nicht. → Fehler ansehen
NAT64
Übersetzer zwischen einem reinen IPv6-Netz und der IPv4-Welt. Thread-Netze sprechen ausschließlich IPv6; ohne diesen Übersetzer im Grenzrouter erreicht ein Thread-Gerät keinen Dienst, der nur unter einer IPv4-Adresse zu haben ist. → Fehler ansehen
Netzentgelt
Das Entgelt für die Nutzung des Stromnetzes, ein Bestandteil des Strompreises neben Beschaffung und Abgaben. Wer eine steuerbare Verbrauchseinrichtung anmeldet, erhält im Gegenzug eine Reduzierung – als Pauschale, als prozentuale Senkung des Arbeitspreises oder zeitvariabel. Die Drosselung ist also kein einseitiger Eingriff, sondern die Gegenleistung. → Fehler ansehen
Niederschrift (NachwG)
Das Dokument mit den wesentlichen Vertragsbedingungen nach § 2 Absatz 1 NachwG, das der Arbeitgeber schriftlich niederlegt, unterzeichnet und aushändigt oder unter den Bedingungen des Satzes 2 in Textform elektronisch übermittelt. → Fehler ansehen
NormalisierungUnicode-Normalisierung, NFC und NFD
Ein Umlaut lässt sich auf zwei Arten speichern: als zusammengesetztes Zeichen oder als Grundbuchstabe plus Pünktchen. Beide sehen gleich aus, sind als Bytefolge aber verschieden. Deshalb können zwei optisch identische Namen für einen Vergleich ungleich sein – der Klassiker beim Austausch zwischen macOS und anderen Systemen. → Fehler ansehen
Notarisierung
Verfahren, bei dem Apple eine App automatisch auf Schadsoftware prüft und mit einem Siegel versieht. Fehlt es, kann macOS über die App nichts sagen und verweigert den Start. Das Fehlen sagt oft mehr über das Budget des Entwicklers aus als über seinen Code. → Fehler ansehen
Nutzungsvorbehalt§ 44b Absatz 3 UrhG
Erklärung des Rechtsinhabers nach § 44b Absatz 3 UrhG, die Vervielfältigungen für Text und Data Mining ausschließt; bei online zugänglichen Werken nur in maschinenlesbarer Form wirksam. → Fehler ansehen
Offene Ladenkasse
Bargeldkasse ohne elektronisches Aufzeichnungssystem. Sie befreit nach § 146 Absatz 1 AO nur beim Verkauf von Waren an viele nicht bekannte Personen gegen Barzahlung von der Einzelaufzeichnung. → Fehler ansehen
Öffentliche Beglaubigung
Form, die § 77 BGB für Anmeldungen zum Vereinsregister verlangt: Nach § 129 BGB wird die Erklärung schriftlich abgefasst und die Unterschrift von einem Notar beglaubigt, oder elektronisch abgefasst und die qualifizierte elektronische Signatur von einem Notar beglaubigt. → Fehler ansehen
Öffentliche Stelle des Bundes
Der Adressat des Abschnitts 2a BGG und der BITV 2.0, definiert in § 12 BGG: Träger öffentlicher Gewalt der Bundesverwaltung, überwiegend vom Bund finanzierte oder beaufsichtigte Einrichtungen und bestimmte Vereinigungen mit Bundesbeteiligung. Landesverwaltungen, Kommunen und Schulen gehören nicht dazu. → Fehler ansehen
Öffentliche Zugänglichmachung§ 19a UrhG
Nach § 19a UrhG das Recht, ein Werk drahtgebunden oder drahtlos der Öffentlichkeit so zugänglich zu machen, dass es von Orten und zu Zeiten ihrer Wahl zugänglich ist; nach § 15 Absatz 2 Teil der öffentlichen Wiedergabe. → Fehler ansehen
Ombudsstelle (ePA)
Stelle, die jede Krankenkasse nach § 342a SGB V einrichten muss. Sie berät zur elektronischen Patientenakte, nimmt Widersprüche gegen Anwendungsfälle und gegen einzelne Zugriffsberechtigte entgegen und stellt Versicherten ohne App auf Antrag die Protokolldaten der Akte zur Verfügung. → Fehler ansehen
ONLY_FULL_GROUP_BY
SQL-Modus von MySQL, in 8.4 voreingestellt. Er lehnt Abfragen ab, deren SELECT-Liste, HAVING oder ORDER BY nicht aggregierte Spalten nennt, die weder im GROUP BY stehen noch funktional von ihm abhängen (Fehler 1055). → Fehler ansehen
OOM-KillerOut Of Memory Killer
Notmechanismus des Linux-Kernels, der bei erschöpftem Arbeitsspeicher einen Prozess beendet, um das System zu retten. Getroffen wird der größte Verbraucher, nicht zwingend der Verursacher. → Fehler ansehen
OOMKilled
Grund, mit dem Kubernetes einen beendeten Container kennzeichnet, dessen Speicherverbrauch das eigene Limit überschritten hat. Der zugehörige Exit-Code 137 entsteht aus 128 plus dem Signal 9. Es bedeutet ausdrücklich nicht, dass der Knoten zu wenig Arbeitsspeicher hatte – das Limit stand in der eigenen Konfiguration. → Fehler ansehen
os-prober
Zusatzprogramm, mit dem grub-mkconfig andere installierte Systeme wie Windows findet und ins Startmenü aufnimmt. In /etc/default/grub lässt es sich über GRUB_DISABLE_OS_PROBER ab- und wieder einschalten. → Fehler ansehen
Paketvertrag (TKG)
Dienstpaket oder Dienst- und Endgerätepaket für Verbraucher, das mindestens einen Internetzugangsdienst oder einen nummerngebundenen interpersonellen Telekommunikationsdienst umfasst (§ 66 Absatz 1 TKG); die Laufzeit- und Kündigungsregeln gelten dann für alle Bestandteile. → Fehler ansehen
Passkey
Anmeldung ohne Passwort. Auf dem Gerät liegt ein geheimer Schlüssel, der es nie verlässt; die Gegenstelle bekommt nur eine Signatur. Weil der Schlüssel fest an die Adresse der echten Seite gebunden ist, läuft ein Phishing-Versuch strukturell ins Leere – es gibt schlicht nichts, was man auf einer nachgebauten Seite eintippen könnte. → Fehler ansehen
PCIe-Lane
Eine Datenspur, über die der Chipsatz Steckkarten und Laufwerke anbindet. Ihre Zahl ist fest. Wird ein M.2-Steckplatz belegt, nimmt er sich die Lanes, die vorher an SATA-Ports hingen – und eine Festplatte verschwindet spurlos. → Fehler ansehen
Persistent= (systemd)
Option in der Sektion [Timer] einer systemd-Timer-Unit. Bei true speichert systemd den Zeitpunkt des letzten Auslösens und holt einen während der Abschaltung verpassten Lauf beim nächsten Aktivieren nach; Standard ist false, wirksam nur mit OnCalendar=. → Fehler ansehen
Persönliche geistige Schöpfung
Das Merkmal, an dem § 2 Absatz 2 UrhG den Werkschutz festmacht: Werke im Sinne des Gesetzes sind nur persönliche geistige Schöpfungen. Schutz setzt damit eine Person voraus, die schöpft; einen Tatbestand für maschinell erzeugte Bilder enthält das Gesetz nicht. → Fehler ansehen
Pflichtvorsorge
Arbeitsmedizinische Vorsorge, die nach § 4 ArbMedVV bei besonders gefährdenden Tätigkeiten veranlasst werden muss. Nur hier darf der Arbeitgeber eine Tätigkeit erst nach Teilnahme ausüben lassen; Bildschirmarbeit gehört nicht dazu. → Fehler ansehen
Pod
Kleinste Einheit, die Kubernetes einplant: ein oder mehrere Container, die sich Netzwerk und Speicher teilen. Ein Pod läuft immer auf genau einem Knoten. Findet der Planer keinen Knoten, auf den die angeforderten Ressourcen passen, bleibt der Pod in Pending stehen – er ist dann nicht abgestürzt, sondern nie gestartet. → Fehler ansehen
POSTPower-On Self-Test
Selbsttest der Hauptplatine vor dem Start des Betriebssystems. Scheitert er, gibt es kein Bild und je nach Board eine Folge von Signaltönen oder Leuchtdioden als einzige Auskunft. → Fehler ansehen
PPPoEPoint-to-Point Protocol over Ethernet
Einwahlverfahren vieler DSL-Anschlüsse. Es beansprucht acht Byte jedes Pakets für sich, weshalb die nutzbare MTU dort 1492 beträgt und nicht 1500. → Fehler ansehen
PrellenChatter, Bouncing
Nachflattern eines mechanischen Kontakts beim Schließen: Der Schalter meldet statt eines Klicks deren zwei. Für den Rechner sind beide echt und nicht unterscheidbar – deshalb lässt sich ein prellender Mikroschalter durch keine Einstellung beheben. → Fehler ansehen
preserve-root
Standardoption von GNU rm, die nach rm(1) nur das Argument / zurückweist. Mit dem Zusatz all weist rm zusätzlich jedes Argument zurück, das auf einem anderen Gerät liegt als sein Elternverzeichnis; /* und leere Variablen fängt keine der beiden Formen ab. → Fehler ansehen
Privacy Extensionstemporäre IPv6-Adressen
Verfahren, bei dem ein Gerät zusätzlich zu seiner festen IPv6-Adresse regelmäßig wechselnde Adressen für ausgehende Verbindungen bildet, damit man es nicht über Wochen wiedererkennt. Für einen Dienst, der von außen erreichbar sein soll, steht genau das im Weg: Die Freigabe zeigt auf eine Adresse, die es morgen nicht mehr gibt. → Fehler ansehen
Privater BereichPrivate Space
Ein eigenes Nutzerprofil auf Android 15 und neuer, in dem Apps als getrennte Kopien installiert werden. Ist der Bereich gesperrt, ist das Profil angehalten und seine Apps können weder im Vorder- noch im Hintergrund arbeiten. → Fehler ansehen
Prompt Injection
Angriff auf einen KI-Assistenten über die Inhalte, die er verarbeitet: In einer Mail, einer Webseite oder einem Dokument stehen Anweisungen, die das Modell als Auftrag liest. Das BSI beschreibt die Schwäche als intrinsisch – Sprachmodelle trennen Daten und Anweisungen nicht. Gefährlich wird das erst durch Werkzeuge, die der Assistent tatsächlich bedienen darf. → Fehler ansehen
Prüfplakette
Kennzeichnung über eine erfolgte Prüfung. In der Betriebssicherheitsverordnung steht das Wort genau einmal, als Beispiel für die Kennzeichnung in der Kabine von Aufzugsanlagen; Prüffristen für Werkzeuge legt der Arbeitgeber selbst fest. → Fehler ansehen
PSAPersönliche Schutzausrüstung
Ausrüstung, die Beschäftigte zum Schutz gegen Gefährdungen tragen, etwa Sicherheitsschuhe, Schutzbrille oder Gehörschutz. Nach § 2 PSA-BV wählt der Arbeitgeber sie aus und stellt sie bereit; sie muss individuell passen und ist grundsätzlich für eine Person bestimmt. Die Kosten darf er nach § 3 Absatz 3 ArbSchG nicht auf die Beschäftigten umlegen. → Fehler ansehen
Pump-out
Langsames Herausdrücken der Wärmeleitpaste unter dem Kühler. Jeder Aufheiz- und Abkühlvorgang dehnt Kühler und Chip unterschiedlich stark aus; die ständige Mikrobewegung verdrängt die Paste seitlich. Die Temperatur steigt über Monate, ohne dass jemand etwas verändert hätte. → Fehler ansehen
PWMPulsweitenmodulation
Verfahren zur Helligkeitsregelung, das die Hintergrundbeleuchtung sehr schnell ein- und ausschaltet; je dunkler gestellt, desto länger die Aus-Phasen. Bewusst sieht man das Flimmern meist nicht. Ist die Schaltfrequenz zu niedrig, bekommen manche Menschen laut ArchWiki Kopfschmerzen und überanstrengte Augen – warum, erklärt die Quelle nicht. → Fehler ansehen
Qualifizierte elektronische SignaturQES
Nach der im BSI-Glossar wiedergegebenen eIDAS-Definition eine fortgeschrittene elektronische Signatur, die von einer qualifizierten Signaturerstellungseinheit erstellt wurde und auf einem qualifizierten Zertifikat beruht. Sie ist das Gegenstück zum bloßen Bild einer Unterschrift. → Fehler ansehen
Quarantäne-Attributcom.apple.quarantine
Markierung, die macOS jeder aus dem Internet geladenen Datei anhängt. Bleibt sie hängen, meldet das System die App als „beschädigt“, obwohl sie völlig intakt ist. Das Attribut ist eine Herkunftsangabe, keine Prüfung. → Fehler ansehen
RAIDRedundant Array of Independent Disks
Verbund mehrerer Platten für Verfügbarkeit: Fällt eine aus, läuft das System weiter. RAID ist ausdrücklich KEIN Backup – gelöschte Dateien, Verschlüsselungstrojaner, Blitz und Diebstahl treffen alle Platten gleichzeitig. Die Spiegelung spiegelt den Schaden mit. → Fehler ansehen
RatenbegrenzungRate Limit, quittiert mit HTTP 429
Serverseitig gezogene Obergrenze für die Nutzung einer Schnittstelle. Gezählt werden nicht nur Anfragen: Anthropic misst Anfragen, Eingabe-Token und Ausgabe-Token je Minute getrennt, Google Anfragen je Minute, Eingabe-Token je Minute und Anfragen je Tag. Das Überschreiten einer einzigen dieser Größen löst den Fehler aus, während alle anderen Zähler noch fast leer sind – eine Anfrage mit einem Buch im Anhang genügt. → Fehler ansehen
Recall
Eine Windows-Funktion auf Copilot+ PCs, die lokal gespeicherte und lokal analysierte Bildschirmaufnahmen (Snapshots) durchsuchbar macht. Laut Microsoft Opt-in mit Zustimmung des Nutzers, auf verwalteten Geräten standardmäßig entfernt; Snapshots werden nicht an Microsoft gesendet und sind durch Windows Hello geschützt. → Fehler ansehen
RechteverwaltungDRM
Software, die einem Streamingdienst bescheinigt, wie gut ein Abspielgerät geschützte Inhalte absichern kann. Von dieser Einstufung hängt die freigegebene Auflösung ab, nicht von der Bandbreite. Deshalb sieht derselbe Film im Browser matschig und in der App des Anbieters scharf aus. → Fehler ansehen
Reflog
Das lokale Bewegungsprotokoll von Git. Es hält fest, worauf ein Zweig oder der Kopfzeiger wann zeigte – auch dann, wenn kein Zweig mehr auf diesen Stand verweist. Deshalb sind Änderungen nach einem vermeintlich vernichtenden Zurücksetzen meist noch da. Die Voreinstellung hält solche Einträge 90 Tage, unerreichbare 30. → Fehler ansehen
ReflowWCAG 1.4.10
Anforderung, dass Inhalte sich auf schmalem Raum neu umbrechen lassen, ohne dass in zwei Richtungen gescrollt werden muss – geprüft bei 400 Prozent Vergrößerung. Ausgenommen ist nur, was zwingend zweidimensional bleibt, etwa Karten und komplexe Tabellen. Bricht eine Seite beim Zoomen auseinander, liegt das meist an festen Pixelbreiten. → Fehler ansehen
relativePath (Maven)
Feld im parent-Block einer pom.xml, das den Pfad zur Eltern-pom.xml im Checkout angibt; Vorgabe ../pom.xml. Maven sucht dort zuerst, dann im lokalen, zuletzt im entfernten Repository; ein leerer Wert schaltet die Dateisystemsuche ab. → Fehler ansehen
Release-Version (Maven)
Jede Versionsangabe ohne den Zusatz SNAPSHOT. Nach der Maven-Dokumentation ist ihr Code unveränderlich; deshalb lädt Maven sie nur, wenn sie im lokalen Repository fehlt, und ein überschriebenes Release wird nirgends neu geladen, auch nicht mit -U. → Fehler ansehen
require(esm)Laden eines ES-Moduls per require() aus CommonJS
Fähigkeit von Node.js, ein vollständig synchrones ES-Modul (ohne top-level await) mit require() zu laden; ohne Schalter ab v20.19.0, v22.12.0 und v23.0.0, nicht mehr experimentell ab v25.4.0. Rückgabe ist der Modul-Namensraum. → Fehler ansehen
Restguthaben (TKG)
Das bei Beendigung eines Vertrages über vorausbezahlte Dienste verbleibende Guthaben, das der bisherige Anbieter dem Verbraucher nach § 64 Absatz 4 TKG auf Anfrage erstattet. → Fehler ansehen
Retry-After
Kopfzeile einer HTTP-Antwort, die nach RFC 9110 Abschnitt 10.2.3 entweder eine Sekundenzahl oder ein festes Datum enthält und damit sagt, wie lange zu warten ist. Wichtiger als ihr Inhalt ist ihr Fehlen: Bei erreichter Ausgabengrenze meldet Anthropic denselben Code 429 und denselben Fehlertyp, liefert diese Kopfzeile aber nicht – und dann scheitern Wiederholungen einschließlich der automatischen des SDK, bis der Zugriff von selbst zurückkehrt. → Fehler ansehen
Roaming802.11k / 802.11v / 802.11r
Standards, die einem Gerät helfen, im Mesh-Netz rechtzeitig zum nächsten Zugangspunkt zu wechseln. Ohne sie entscheidet allein das Endgerät – und das klebt hartnäckig am alten, schwachen Zugangspunkt, solange die Verbindung irgendwie funktioniert. → Fehler ansehen
Rosetta 2
Apples Übersetzer, der auf Macs mit eigenem Prozessor Programme für Intel-Prozessoren ausführbar macht. Er ist nicht vorinstalliert, sondern wird beim ersten Bedarf angeboten – wer den Hinweis wegklickt, sitzt später vor einer App, die scheinbar grundlos nicht startet. → Fehler ansehen
RTCReal-Time Clock, Echtzeituhr
Hardware-Uhr auf dem Mainboard, die mit eigener Stromversorgung weiterläuft, wenn der Rechner aus oder sogar vom Netz getrennt ist. Bei PCs sitzt sie heute im Chipsatz und hängt laut Linux-Handbuchseite rtc(4) an einer austauschbaren Knopfzelle; hwclock nennt als gleichbedeutende Namen auch BIOS-Uhr und CMOS-Uhr. Ist die Zelle leer, vergisst sie bei jedem Stromtrennen Uhrzeit und Einstellungen. → Fehler ansehen
RückläuferBounce
Automatische Antwort eines Mailservers auf eine nicht zugestellte Nachricht. Die erste Ziffer des Antwortcodes entscheidet: 4xx ist ein vorübergehender Fehler, der Versand wird wiederholt; 5xx ist endgültig, dieselbe Nachricht kommt nie an. Der erweiterte Statuscode dahinter, etwa 5.7.1, benennt den Grund genauer. → Fehler ansehen
Ruhepause
Nach § 4 ArbZG die im Voraus feststehende Unterbrechung der Arbeit: mindestens 30 Minuten bei mehr als sechs bis neun Stunden, 45 Minuten bei mehr als neun Stunden, teilbar in Abschnitte von mindestens 15 Minuten. Ein pauschaler Abzug in der Zeiterfassung ist keine Pause. → Fehler ansehen
Ruhezeit
Nach § 5 Absatz 1 ArbZG die ununterbrochene Zeit von mindestens elf Stunden zwischen dem Ende der täglichen Arbeitszeit und dem nächsten Arbeitsbeginn. Das Gesetz kennt keine Bagatellgrenze für kurze Unterbrechungen. → Fehler ansehen
Sachverständiger des Betriebsrats
Fachkundige Person, die der Betriebsrat nach § 80 Absatz 3 BetrVG nach näherer Vereinbarung mit dem Arbeitgeber hinzuziehen kann. Geht es um die Beurteilung Künstlicher Intelligenz, gilt die Hinzuziehung insoweit als erforderlich. → Fehler ansehen
save-exact
npm-Einstellung bzw. Schalter -E: Abhängigkeiten werden mit exakter Version statt mit dem Standard-Bereichsoperator ^ in die package.json geschrieben. → Fehler ansehen
SBC / AAC / aptX
Bluetooth-Audio-Codecs. Sie bestimmen die Verzögerung: SBC liegt oft bei 150 bis 250 Millisekunden, aptX Low Latency bei rund 40. Ein Codec ist eine Verständigung zwischen zwei Geräten – kann eine Seite ihn nicht, fällt die Verbindung still auf SBC zurück. → Fehler ansehen
ScheinleistungKilovoltampere, kVA
Produkt aus Spannung und Strom, ohne Rücksicht auf deren Phasenverschiebung – daher immer mindestens so groß wie die Wirkleistung in Kilowatt. Anschlussregeln rechnen in dieser Größe: Die bekannte Zustimmungsschwelle für Ladeeinrichtungen steht als 12 Kilovoltampere in der Niederspannungsanschlussverordnung, nicht als 11 Kilowatt. → Fehler ansehen
Schlafendes EndgerätSleepy End Device (SED)
Ein Thread-Gerät, dessen Funk die meiste Zeit abgeschaltet ist und das nur gelegentlich bei seinem Elternknoten nach Nachrichten fragt. Batteriesensoren arbeiten so. Die Verzögerung, die man dabei erlebt, ist kein Fehler, sondern die Laufzeit der Batterie. → Fehler ansehen
SeitenbeschreibungssprachePostScript, PCL, PDF
Sprache, in der ein Druckauftrag beschreibt, was auf dem Blatt stehen soll. Der Drucker versteht nur die, die er beherrscht. Bekommt er die Befehle einer fremden Sprache und reicht die Warteschlange sie ungeprüft durch, hält er sie für Text und setzt sie Zeichen für Zeichen – samt der darin steckenden Seitenvorschübe. → Fehler ansehen
SFCSystem File Checker
Windows-Werkzeug, das beschädigte Systemdateien durch Kopien aus dem lokalen Abbild ersetzt. Ist dieses Abbild selbst beschädigt, repariert SFC mit kaputtem Material – daher erst DISM. → Fehler ansehen
Shallow CloneFlacher Klon
Ein mit git clone --depth erzeugter Klon mit auf eine Anzahl Commits gekürzter Geschichte; impliziert --single-branch. git fetch --unshallow macht daraus wieder ein vollständiges Repository. → Fehler ansehen
Sicherungskopie (Software)
Die Kopie eines Computerprogramms, die eine zur Benutzung berechtigte Person nach § 69d Absatz 2 UrhG anlegen darf, wenn sie für die Sicherung künftiger Benutzung erforderlich ist. Ein vertragliches Verbot ist nach § 69g Absatz 2 nichtig. → Fehler ansehen
SichtverbindungAnhang Nummer 3.4 ArbStättV
Die Anforderung, dass Arbeitsräume eine Sichtverbindung nach außen haben – im Text kein Ziel, sondern ein Verbot: Der Arbeitgeber „darf nur“ solche Räume betreiben. Dazu kommen fünf abschließend aufgezählte Ausnahmen und ein Bestandsschutz für Räume, die bis zum 3. Dezember 2016 eingerichtet waren. Eine gute Kunstlichtanlage ersetzt sie nicht, das sind getrennte Absätze. Die zugrunde liegende Richtlinie 89/654/EWG kennt das Wort nicht: Es ist eine deutsche Zusatzanforderung. → Fehler ansehen
SIM-Swapping
Angriff, bei dem sich jemand beim Mobilfunkanbieter als Anschlussinhaber ausgibt und die Rufnummer auf eine eigene Karte übertragen lässt. Danach kommen alle Bestätigungscodes per Kurznachricht beim Angreifer an. Genau deshalb gilt der Code per SMS als schwächster zweiter Faktor. → Fehler ansehen
SLC-Cache
Bereich einer SSD, der vorübergehend nur ein Bit pro Zelle speichert und dadurch sehr schnell schreibt. Ist er erschöpft, fällt die Schreibrate auf den wahren Wert des Laufwerks – kein Defekt, sondern Bauart. → Fehler ansehen
SMARTSelf-Monitoring, Analysis and Reporting Technology
Selbstüberwachung von Festplatten und SSDs. Meldet sie einen schlechten Zustand, ist das keine Warnung für später, sondern ein Auftrag für heute: sichern, dann tauschen. → Fehler ansehen
SMRShingled Magnetic Recording
Aufzeichnungsverfahren, bei dem sich die Datenspuren einer Festplatte wie Dachziegel überlappen. Das erhöht die Kapazität – und lässt die Schreibrate bei längerer Last dramatisch einbrechen, weil überlappende Spuren neu geschrieben werden müssen. → Fehler ansehen
Sonderkündigungsrecht (§ 57 TKG)
Das Recht, einen Telekommunikationsvertrag nach einer einseitigen Vertragsänderung ohne Frist und ohne Kosten zu kündigen, erklärbar innerhalb von drei Monaten ab Zugang der ordnungsgemäßen Unterrichtung. Der Vertrag endet dabei frühestens zu dem Zeitpunkt, zu dem die Änderung wirksam werden soll. → Fehler ansehen
Sparse-Checkout
Arbeitsbaum, der nur eine Teilmenge der verfolgten Dateien enthält; gesteuert mit git sparse-checkout (list, set, add, reapply, disable). Im Kegelmodus (cone mode, Voreinstellung) werden Verzeichnisse gewählt, Dateien der Wurzel und der Elternordner sind immer enthalten. → Fehler ansehen
Speicherseite (Page Size)
Die kleinste Einheit, in der ein Betriebssystem Arbeitsspeicher verwaltet. Android unterstützte lange nur 4 KB; seit Android 15 auch Geräte mit 16 KB. Apps mit nativen Bibliotheken müssen dafür neu gebaut werden, sonst startet Android 16 sie im Kompatibilitätsmodus und zeigt einen Hinweis. → Fehler ansehen
Spezifische AufsichtsbehördeArtikel 85 und 91 DSGVO
Eigene Datenschutzaufsicht außerhalb des Schemas Bund oder Land. Artikel 91 Absatz 2 DSGVO erlaubt Kirchen mit eigenem Datenschutzrecht eine Aufsichtsbehörde, „die spezifischer Art sein kann“; beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk ordnet die BfDI die Rundfunkdatenschutzbeauftragten Artikel 51 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 85 Absatz 2 DSGVO zu. § 18 Absatz 1 Satz 4 BDSG verpflichtet Bund und Länder, diese Stellen zu beteiligen – beteiligen, nicht beaufsichtigen. → Fehler ansehen
SPFSender Policy Framework
Eintrag im DNS einer Domain, der auflistet, welche Server für sie Post versenden dürfen. Geprüft wird dabei die Absenderadresse aus dem Briefumschlag, nicht die im Mailprogramm sichtbare – beide können auseinanderfallen. Über den Inhalt der Nachricht sagt SPF nichts. → Fehler ansehen
SQMSmart Queue Management
Intelligente Warteschlangenverwaltung im Router, die kleine zeitkritische Pakete an großen Uploads vorbeilässt. Das Gegenmittel gegen Bufferbloat – zum Preis von etwas Spitzenbandbreite. → Fehler ansehen
SRPService Registration Protocol
Verfahren, mit dem ein Thread-Gerät seinen Dienst beim Grenzrouter anmeldet. Der Grenzrouter gibt ihn anschließend im WLAN- oder Ethernet-Teil des Hauses bekannt. Bleibt diese Weitergabe aus, ist das Gerät im Mesh erreichbar und im Heimnetz unsichtbar. → Fehler ansehen
Standalone-App (Wear OS)
Eine Uhren-App, die ihre Kernfunktionen ohne App auf dem Handy erfüllt. Google prüft die Angabe des Entwicklers und zeigt auf Uhren ohne gekoppeltes Handy nur solche Apps im Play Store. → Fehler ansehen
Standard-Audioausgabe (Apple TV)
Die Einstellung unter Video und Audio, mit der Apple TV 4K seinen Ton dauerhaft an einen HomePod oder AirPlay-Lautsprecher leitet. Bei HomePod wird laut Handbuch aller Ton umgeleitet; bei AirPlay-Lautsprechern anderer Hersteller bleiben Systemtöne und Spielton beim Fernseher. → Fehler ansehen
Starke KundenauthentifizierungSCA, § 1 Absatz 24 ZAG
Anmeldung mit mindestens zwei voneinander unabhängigen Elementen aus den Kategorien Wissen, Besitz und Inhärenz – unabhängig in dem Sinn, dass das Brechen des einen die Zuverlässigkeit des anderen nicht beeinträchtigt. Unabhängigkeit ist eine Eigenschaft der Elemente, nicht der Anzahl der Geräte. → Fehler ansehen
StartLimitBurstStartLimitIntervalSec= / StartLimitBurst=
Startratenbegrenzung einer systemd-Unit: mehr als burst Starts innerhalb von interval werden verweigert, auch manuelle. Vorgabe laut systemd-system.conf(5): 10 Sekunden und 5 Starts; systemctl reset-failed setzt den Zähler zurück. → Fehler ansehen
statement_timeout
PostgreSQL-Parameter, der jede Anweisung abbricht, die länger als die angegebene Zeit dauert; ohne Einheit Millisekunden, Vorgabe 0 (aus). Wird meist pro Rolle oder vom Client gesetzt, nicht in postgresql.conf. → Fehler ansehen
Steuerbare Verbrauchseinrichtung§ 14a EnWG
Geräte, deren Strombezug der Netzbetreiber vorübergehend absenken darf: insbesondere Wärmepumpen, private Ladepunkte, Kälte- und Stromspeicher sowie Nachtspeicherheizungen. Im Gegenzug steht ein reduziertes Netzentgelt zu. Die Steuerung läuft über ein intelligentes Messsystem, sobald die Messstelle damit ausgestattet ist. → Fehler ansehen
Sticky-Bitrestricted deletion flag
Bit eines Verzeichnisses, das unprivilegierten Benutzern das Löschen und Umbenennen fremder Dateien verbietet, solange ihnen weder Datei noch Verzeichnis gehört; in ls als t an letzter Stelle sichtbar, typisch auf /tmp. → Fehler ansehen
Submodul (Git)
Ein in ein Hauptprojekt eingebettetes fremdes Repository, von dem das Hauptprojekt nur Adresse (.gitmodules) und Commit-Hash speichert; die Dateien kommen erst mit git submodule update --init oder git clone --recurse-submodules. → Fehler ansehen
Swap
Auslagerungsspeicher auf Festplatte oder SSD. Er ersetzt keinen fehlenden Arbeitsspeicher, verschafft dem Kernel aber Luft und verwandelt einen abrupten Prozesstod in spürbare Trägheit. → Fehler ansehen
SystemerweiterungSystem Extension
Seit macOS 10.15 der Weg, macOS zu erweitern, ohne im Systemkern zu laufen: Sie arbeitet im Benutzerbereich mit nur den nötigen Rechten. Ohne verwaltendes Profil verlangt das Laden die Freigabe durch einen Administrator. → Fehler ansehen
Systemkontext (SYSTEM)
Die Ausführung eines Programms unter dem Konto NT AUTHORITY SYSTEM (LocalSystem), wie sie Aufgabenplanung, RMM-Werkzeuge und Intune-Plattformskripte nutzen. MSIX-Pakete können für dieses Konto nicht registriert werden, weshalb Microsoft die winget-Befehlszeile dort nicht unterstützt und auf das PowerShell-Modul Microsoft.WinGet.Client verweist. → Fehler ansehen
TastaturfalleWCAG 2.1.2
Stelle einer Seite, die den Tastaturfokus aufnimmt und nicht wieder hergibt – etwa ein eingebettetes Fenster, aus dem der Tabulator nicht herausführt. Für alle, die ohne Maus arbeiten, endet die Bedienung dort. Die Anforderung verlangt nicht, dass jeder Bereich erreichbar ist, sondern nur, dass jeder wieder verlassen werden kann. → Fehler ansehen
Tearing
Waagerechter Versatz im Bild, wenn der Bildschirm mitten im Aufbau auf ein neues Einzelbild umschaltet. Man sieht dann zwei Momente übereinander. Ursache ist fehlende Synchronisierung zwischen Bildrate der Grafikkarte und Bildwiederholrate des Monitors, nicht ein Defekt an einem der beiden. → Fehler ansehen
Technische Maßnahmen (UrhG)
Der gesetzliche Begriff für das, was umgangssprachlich Kopierschutz heißt: Technologien, Vorrichtungen und Bestandteile, die nach § 95a Absatz 2 UrhG nicht genehmigte Handlungen verhindern oder einschränken sollen. Wirksame technische Maßnahmen dürfen nach Absatz 1 nicht umgangen werden; das Wort Kopierschutz kommt im Gesetz nicht vor. → Fehler ansehen
Telearbeitsplatz§ 2 Absatz 7 ArbStättV
Der einzige Begriff, den die Arbeitsstättenverordnung für Arbeit im Privatbereich kennt – das Wort „Homeoffice“ kommt in ihr null Mal vor. Gemeint sind vom Arbeitgeber fest eingerichtete Bildschirmarbeitsplätze mit vereinbarter wöchentlicher Arbeitszeit und festgelegter Dauer; als eingerichtet gelten sie erst, wenn die Bedingungen festgelegt sind und der Arbeitgeber die Ausstattung bereitgestellt und installiert hat. Nach § 1 Absatz 4 gelten dann „nur“ zwei Nummern, und die auch nur, soweit sie auf die Eigenart von Telearbeitsplätzen anwendbar sind. → Fehler ansehen
Tensor
Die Datenstruktur, mit der Programme für maschinelles Lernen rechnen – im Kern ein mehrdimensionales Zahlenfeld. Jeder Tensor liegt auf einem bestimmten Gerät, im Hauptspeicher oder auf der Grafikkarte. Gerechnet wird nur mit Tensoren auf demselben Gerät; die Vermischung ist einer der häufigsten Abbrüche überhaupt. → Fehler ansehen
Text und Data Mining§ 44b Absatz 1 UrhG
Nach § 44b Absatz 1 UrhG die automatisierte Analyse von einzelnen oder mehreren digitalen oder digitalisierten Werken, um daraus Informationen insbesondere über Muster, Trends und Korrelationen zu gewinnen. → Fehler ansehen
TextalternativeWCAG 1.1.1
Der Text, der ein Bild, ein Symbol oder eine Schaltfläche für ein Vorleseprogramm ersetzt. Er muss denselben Zweck erfüllen wie das Element, nicht dessen Aussehen beschreiben. Rein dekorative Grafiken bekommen deshalb bewusst eine leere Alternative – ansonsten liest das Programm nur „Grafik“ vor. → Fehler ansehen
Textform§ 126b BGB
Nach § 126b BGB eine lesbare Erklärung, in der die Person des Erklärenden genannt ist, auf einem dauerhaften Datenträger. Eine Unterschrift ist nicht nötig. → Fehler ansehen
Thread
Funknetz für Smart-Home-Geräte im 2,4-GHz-Band, verwandt mit Zigbee. Es spricht kein WLAN und braucht einen Border Router als Brücke ins Heimnetz. → Fehler ansehen
Throttling
Absichtliches Herunterregeln von Takt und Leistung, wenn ein Bauteil zu heiß wird oder ein Akku zu schwach ist. Es ist ein Schutz, kein Defekt – und die häufigste Ursache plötzlicher Langsamkeit. → Fehler ansehen
tmpfiles.d
Konfigurationsformat von systemd für das Anlegen, Anpassen und zeitbasierte Entfernen von Dateien und Verzeichnissen; systemd-tmpfiles wertet es beim Start und periodisch über systemd-tmpfiles-clean.timer aus. Dateien unter /etc/tmpfiles.d überschreiben gleichnamige Paketdateien. → Fehler ansehen
TRIM
Meldung des Betriebssystems an eine SSD, welche Blöcke wirklich frei sind. Ohne sie hält die SSD gelöschte Daten für gültig und muss vor jedem Schreiben erst aufräumen. → Fehler ansehen
TrustedInstaller
Windows-Dienstkonto, dem die Systemordner gehören – nicht den Administratoren. Genau deshalb kann sich Schadsoftware nicht ohne Weiteres in C:\Windows einnisten. Wer diesen Besitz „repariert“, schaltet eine Schutzschicht ab. → Fehler ansehen
TruststoreVertrauensspeicher
Die Liste der Wurzelzertifikate, denen ein Programm vertraut. Java führt eine eigene, unabhängig vom Betriebssystem – ein im System installiertes Zertifikat gilt für Java deshalb nicht automatisch, und diese Trennung ist der häufigste Grund für vermeintlich unerklärliche Zertifikatsfehler. → Fehler ansehen
TSEzertifizierte technische Sicherheitseinrichtung
Nach § 146a Absatz 1 Sätze 2 und 3 AO der Schutz von Kassensystem und Aufzeichnungen, bestehend aus Sicherheitsmodul, Speichermedium und einheitlicher digitaler Schnittstelle; Zertifizierung durch das BSI (Absatz 3 Satz 2). Die Abkürzung TSE steht nicht im Gesetz. → Fehler ansehen
Typaffinitättype affinity
Die Eigenart von SQLite, den Datentyp am einzelnen Wert festzumachen statt an der Spalte. Eine Spalte ist damit eine Empfehlung, keine Zusage: In einer Zahlenspalte kann Text stehen, wenn er sich nicht in eine Zahl umdeuten lässt. → Fehler ansehen
Umlaufbeschluss§ 32 Absatz 3 BGB
Beschluss ohne Versammlung. Nach § 32 Absatz 3 BGB ist er nur gültig, wenn alle Mitglieder in Textform zustimmen, soweit die Satzung nach § 40 nichts anderes bestimmt. Für einen mehrköpfigen Vorstand gilt das über § 28. → Fehler ansehen
Uninterruptible SleepProzesszustand D
Zustand eines Prozesses, der meist auf Ein- und Ausgabe wartet; ps zeigt ihn als D. Solche Prozesse zählen zur Load Average, ohne Rechenzeit zu verbrauchen. → Fehler ansehen
Unterweisung§ 12 ArbSchG
Anweisungen und Erläuterungen zu Sicherheit und Gesundheitsschutz, die „eigens auf den Arbeitsplatz oder den Aufgabenbereich der Beschäftigten ausgerichtet“ sind und die der Arbeitgeber während der Arbeitszeit zu geben hat. Sie muss unter anderem bei der Einführung neuer Arbeitsmittel oder einer neuen Technologie erfolgen, und zwar vor Aufnahme der Tätigkeit. Ein weitergeleitetes Hersteller-PDF ist auf ein Produkt ausgerichtet, nicht auf einen Aufgabenbereich. → Fehler ansehen
Unzumutbare Belästigung (UWG)
Unzulässige geschäftliche Handlung nach § 7 UWG; bei Werbung per elektronischer Post ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten ist sie nach Absatz 2 Nummer 2 stets anzunehmen. → Fehler ansehen
update-grub
Hilfsbefehl von Debian und Ubuntu im Paket grub2-common. Laut Handbuchseite nur ein Kürzel für grub-mkconfig -o /boot/grub/grub.cfg; wo er fehlt, ruft man grub-mkconfig direkt auf. → Fehler ansehen
uses-feature
Manifest-Element einer Android-App, das benötigte Hardware- oder Softwaremerkmale erklärt. Google Play filtert danach, für welche Geräte die App sichtbar ist; mit required=false wird ein Merkmal optional. → Fehler ansehen
UTF-8
Zeichenkodierung, in der ein Umlaut aus zwei Byte besteht. Liest ein Programm diese Byte nach einer alten einbytigen Tabelle, wird aus München ein München. Die Daten sind dabei intakt, nur falsch übersetzt. → Fehler ansehen
utf8mb4
Der Zeichensatz in MySQL, der Unicode vollständig abbildet – bis zu vier Byte je Zeichen. Der ältere, verwirrend „utf8“ genannte Zeichensatz kann nur drei und damit weder Emoji noch seltenere Schriftzeichen. Das ist kein Fehler beim Speichern, sondern eine Grenze im Zeichensatz. → Fehler ansehen
VerantwortlicherVerantwortlicher im Sinne des Datenschutzrechts
Die Stelle, die für eine Verarbeitung personenbezogener Daten einsteht. Für die Verarbeitung durch den Betriebsrat ist das nach § 79a BetrVG der Arbeitgeber. → Fehler ansehen
Vereinbarte Form
Eine Form, die nicht das Gesetz, sondern die Vertragsparteien vorschreiben, etwa die Klausel, dass schriftlich zu kündigen sei. Nach § 127 Absatz 2 BGB genügt dafür die telekommunikative Übermittlung, also E-Mail oder Fax, soweit nicht ein anderer Wille anzunehmen ist; nur die gesetzliche Schriftform unterliegt § 126. → Fehler ansehen
Verjährungsfrist§ 438 BGB
Zeitraum, nach dessen Ablauf ein Anspruch nicht mehr durchgesetzt werden kann. Für Mängelansprüche beim Kauf beträgt er im Regelfall zwei Jahre ab Ablieferung der Sache. Das ist die Zahl, die im Alltag fälschlich zur zweijährigen Garantie wird – verjähren ist etwas anderes als erlöschen, und eine Garantie ist es erst recht nicht. → Fehler ansehen
Vermögensrechtliche Befugnisse (§ 69b UrhG)
Die Rechte, ein Computerprogramm zu verwerten, also zu vervielfältigen, zu verbreiten und zu bearbeiten. Bei Programmen, die ein Arbeitnehmer in Wahrnehmung seiner Aufgaben oder auf Anweisung schafft, übt sie nach § 69b Absatz 1 ausschließlich der Arbeitgeber aus, sofern nichts anderes vereinbart ist; Urheber bleibt der Arbeitnehmer. → Fehler ansehen
Verschlüsseltes Backup
Mit Passwort geschützte lokale Sicherung eines iPhone. Laut Apple neben iCloud der Weg, auf dem Health- und Fitnessdaten der Apple Watch gesichert werden. → Fehler ansehen
Versionsstillstandtransaction ID wraparound
Der Zustand, in dem PostgreSQL keine neuen Transaktionsnummern mehr vergeben kann, weil der Zahlenkreis erschöpft ist. Die Datenbank verweigert dann jede schreibende Arbeit – nicht aus Bosheit, sondern um Datenverlust zu verhindern. Vorbeugen tut das automatische Aufräumen, das genau dafür existiert. → Fehler ansehen
Vertragszusammenfassung (TKG)
Das Dokument nach dem EU-Muster, das ein Anbieter von Telekommunikationsdiensten nach § 54 Absatz 3 TKG vor der Vertragserklärung des Verbrauchers bereitstellen muss: Anbieter, Dienstemerkmale, Preise, Laufzeit und Kündigungsbedingungen. Bei Telefonverträgen wird sie nachgereicht, und der Vertrag wird erst mit der Genehmigung in Textform wirksam. → Fehler ansehen
Vertrauensarbeitszeit
Ein Arbeitszeitmodell, bei dem Beschäftigte die Lage ihrer Arbeitszeit selbst bestimmen. Der Begriff kommt im Arbeitszeitgesetz nicht vor und befreit deshalb von keiner seiner Pflichten, auch nicht von der Aufzeichnung der Arbeitszeit über acht Stunden nach § 16 Absatz 2. → Fehler ansehen
Virtuelle Versammlung§ 32 Absatz 2 Satz 2 BGB
Versammlung ganz ohne Anwesenheit am Versammlungsort. Nach § 32 Absatz 2 Satz 2 BGB ist sie zulässig, wenn die Mitglieder das für künftige Versammlungen beschlossen haben. → Fehler ansehen
VLANVirtual Local Area Network
Logische Aufteilung eines physischen Netzes in getrennte Segmente, etwa um Smart-Home-Geräte vom Arbeitsrechner fernzuhalten. Die Trennung wirkt – auch auf die Gerätesuche. → Fehler ansehen
Vollsperrung (TKG)
Sperre, die auch ankommende Sprachkommunikation erfasst. Nach § 61 Absatz 6 Satz 4 TKG darf sie frühestens eine Woche nach der Sperrung abgehender Sprachkommunikation erfolgen. → Fehler ansehen
VorankündigungVorankündigung nach § 2 BaustellV
Meldung einer Baustelle an die zuständige Behörde, wenn sie mehr als 30 Arbeitstage dauert und mehr als 20 Beschäftigte gleichzeitig tätig werden, oder wenn der Umfang 500 Personentage übersteigt. → Fehler ansehen
VordergrunddienstForeground Service
Unter Android ein Dienst, der sichtbar weiterläuft, während die App nicht im Vordergrund ist – etwa für Navigation oder Musikwiedergabe. Neuere Android-Fassungen verlangen, dass jeder solche Dienst seinen Zweck ausdrücklich angibt, und verweigern den Start aus dem Hintergrund. Wer das übersieht, sucht den Fehler in seiner eigenen Logik statt in der Anmeldung. → Fehler ansehen
VorleseprogrammScreenreader
Programm, das die Bedienoberfläche in Sprache oder Braille ausgibt – etwa NVDA, JAWS, VoiceOver oder TalkBack. Es liest nicht den Bildschirm ab, sondern eine vom System bereitgestellte Baumstruktur aus Rollen, Namen und Zuständen. Was dort nicht hinterlegt ist, existiert für seine Nutzer schlicht nicht. → Fehler ansehen
VorschreibprotokollWrite-Ahead Log, die WAL-Datei
Die Datei neben der eigentlichen SQLite-Datenbank, in der jüngste Änderungen zuerst landen. Wer nur die Datenbankdatei kopiert und diese Begleitdatei zurücklässt, kopiert einen älteren Stand – die Datenbank ist eben nicht immer nur eine Datei. → Fehler ansehen
Vorsorgebescheinigung
Die Bescheinigung, die der Arzt nach § 6 Absatz 3 ArbMedVV dem Beschäftigten und dem Arbeitgeber ausstellt: dass, wann und aus welchem Anlass ein arbeitsmedizinischer Vorsorgetermin stattgefunden hat, samt Hinweis auf den nächsten. Befund und Ergebnis gehören nicht hinein. → Fehler ansehen
WALWrite-Ahead Logging
Betriebsart von SQLite, in der Schreibvorgänge zunächst in ein Journal wandern. Sie erlaubt gleichzeitiges Lesen und Schreiben und entschärft damit einen Großteil der Sperrfehler. Auf Netzlaufwerken hilft sie allerdings auch nicht. → Fehler ansehen
wal-index (SQLite)
Hilfsstruktur im gemeinsamen Speicher (die -shm-Datei neben der Datenbank), mit der Leser Seiten im Write-Ahead-Log schnell finden; sie zwingt alle Prozesse einer WAL-Datenbank auf denselben Rechner. → Fehler ansehen
Wendekante
Die Kante, an der ein Blatt beim beidseitigen Druck gedreht wird: lang oder kurz. Hochformat wird üblicherweise an der langen Kante gewendet, Querformat an der kurzen. Wer beides vertauscht, bekommt eine Rückseite, die auf dem Kopf steht – ein Einstellungsfehler, kein Defekt der Wendeeinheit. → Fehler ansehen
WHEAWindows Hardware Error Architecture
Meldeweg, über den die Hardware selbst einen nicht korrigierbaren Fehler an Windows meldet – Prozessor, Speicher oder Bus. Windows ist hier nur der Bote. Anders als bei den meisten Bluescreens ist ein Treiber selten die Ursache. → Fehler ansehen
Wide Dynamic RangeWDR
Kameramodus für Szenen mit sehr dunklen und sehr hellen Bereichen zugleich. Laut Linux-Kameradokumentation meist umgesetzt, indem zwei aufeinanderfolgende Bilder mit unterschiedlicher Belichtungszeit kombiniert werden. → Fehler ansehen
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand§ 60 VwGO
Nach § 60 VwGO auf Antrag zu gewähren, wenn jemand ohne Verschulden verhindert war, eine gesetzliche Frist einzuhalten. Der Antrag ist binnen zwei Wochen nach Wegfall des Hindernisses zu stellen. → Fehler ansehen
Windows SandboxWSB
Wegwerf-Umgebung in Windows Pro, Enterprise und Education: Jeder Start ist eine frische Instanz, beim Schließen werden Software, Dateien und Zustand gelöscht. → Fehler ansehen
work_mem (PostgreSQL)
Grundwert für den Speicher, den eine einzelne Sortier- oder Hash-Operation einer Abfrage belegen darf, bevor sie auf temporäre Dateien ausweicht; ohne Einheit Kilobyte, Vorgabe 4MB, gilt je Operation und je Sitzung, nicht je Abfrage. → Fehler ansehen
XMPExtreme Memory Profile
Intels im Speichermodul hinterlegtes Profil mit dem beworbenen Takt. Es ist streng genommen eine ab Werk getestete Übertaktung und deshalb standardmäßig abgeschaltet. → Fehler ansehen
Z-Wave
Funkstandard für Smart-Home-Geräte, der in Europa bei rund 868 MHz funkt und dem WLAN daher nicht ins Gehege kommt. Reichweite und Durchdringung sind gut, die Datenrate ist gering. → Fehler ansehen
Zigbee
Funkstandard für Smart-Home-Geräte im 2,4-GHz-Band. Er teilt sich dieses Band mit WLAN, weshalb ein ungünstig gewählter WLAN-Kanal ganze Zigbee-Netze zerlegt. → Fehler ansehen
Zigbee-Router
Jedes dauerhaft mit Strom versorgte Zigbee-Gerät leitet nebenbei die Signale anderer weiter – eine smarte Lampe ist also auch Infrastruktur. Wer sie am Wandschalter ausschaltet, reißt Funkwege heraus, über die ganz andere Geräte liefen. → Fehler ansehen
Zombie-Prozess
Beendeter Kindprozess, dessen Status der Elternprozess noch nicht mit wait abgeholt hat; belegt nur noch einen Eintrag in der Prozesstabelle, ps zeigt den Zustand Z. Ein Signal kann ihn nicht beenden, weil er schon beendet ist. → Fehler ansehen
Zugangsnummer
Sechsstellige Nummer, die sichtbar auf dem Personalausweis aufgedruckt ist und nirgends gesucht werden muss. Sie erlaubt nach zwei Fehleingaben den dritten PIN-Versuch und dient beim elektronischen Antrag auf Neusetzung der PIN als Nachweis. Ein Ersatz für die PIN ist sie nicht. → Fehler ansehen
Zugriffsberechtigung (ePA)
Das Recht einer Praxis, Apotheke oder anderen Stelle, in der elektronischen Patientenakte zu lesen oder zu schreiben. Sie entsteht nach § 339 SGB V im zeitlichen Zusammenhang mit der Behandlung, nachgewiesen über Gesundheitskarte oder GesundheitsID, und ist nach § 342 standardmäßig auf 90 beziehungsweise drei Tage begrenzt; Versicherte können die Dauer selbst festlegen. → Fehler ansehen
Zugriffsbeschränkung (ePA)
Das Recht aus § 337 Absatz 2 SGB V, einzelne Dokumente oder Gruppen in der elektronischen Patientenakte so zu beschränken, dass nur der Versicherte sie verarbeiten kann. Anders als das Löschen ist die Beschränkung umkehrbar; die App muss vor dem Löschen auf sie hinweisen. → Fehler ansehen