Das Symptom
Beim Öffnen eines Ordners oder beim Zugriff auf eine Datei meldet Windows „Zugriff
verweigert“ oder verlangt eine nicht näher benannte Berechtigung — und zwar auch
dann, wenn man mit einem Administratorkonto angemeldet ist. Der Ordner bleibt
verschlossen, egal wie oft man es versucht.
Die „Layer 8“-Wahrheit
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass ein Administrator alles darf. Tatsächlich
führt jede Datei und jeder Ordner eine eigene Liste, wer was damit tun darf, und
diese Liste kann selbst einen Administrator ausschließen, bis er ausdrücklich
Zugriff nimmt. Besonders häufig passiert das mit Ordnern, die von einem alten
Windows, einer fremden Platte oder einem längst gelöschten Benutzerkonto stammen:
Sie gehören einem Besitzer, den es auf diesem System gar nicht mehr gibt, und
deshalb passt keine Berechtigung.
Die Lösung ist ein zweistufiger Vorgang, den viele durcheinanderbringen: Erst muss
man den Besitz des Ordners auf das eigene Konto übertragen, und dann kann man sich
die Berechtigungen geben. Nur der Besitzer darf die Zugriffsrechte ändern — deshalb
scheitert der direkte Versuch, sich Rechte zu geben, solange der Besitz woanders
liegt. Bei geschützten Systemordnern ist diese Schranke allerdings kein Versehen,
sondern Absicht, und man sollte sie nur mit klarem Grund durchbrechen.
Die echte, verifizierte Lösung
1000 % faktenbasiert. Jeder Befehl ist real, jeder Pfad existiert. Schritt für Schritt:
1.Berechtigung von Administratorrechten trennen
Administrator zu sein heißt nicht automatisch, Zugriff auf jeden Ordner zu haben. Dateien tragen eigene Berechtigungslisten, und ein Ordner kann so gesetzt sein, dass selbst ein Administrator erst ausdrücklich Zugriff nehmen muss. Der Fehler ist also oft kein Defekt, sondern eine bewusste Schranke.
2.Die Herkunft des Ordners bedenken
Ordner von einem alten Windows, aus einem anderen Benutzerkonto oder von einer fremden Festplatte gehören einem Konto, das es hier gar nicht mehr gibt. Deshalb passt keine Berechtigung — man muss den Besitz erst auf das eigene Konto übertragen.
3.Den Besitz übernehmen
In den Sicherheitseinstellungen des Ordners unter Erweitert lässt sich der Besitzer ändern und auf das eigene Konto setzen — mit der Option, das auf alle Unterordner und Dateien anzuwenden. Danach kann man die Berechtigungen setzen.
4.Die Berechtigung ergänzen
Nach der Besitzübernahme dem eigenen Konto Vollzugriff auf den Ordner gewähren und diesen auf den gesamten Inhalt vererben. Erst jetzt öffnet sich der Ordner ohne die Verweigerung.
5.Vorsicht bei Systemordnern
Bei geschützten Windows-System- oder Programmordnern ist die Verweigerung mit gutem Grund gesetzt. Hier den Besitz nur übernehmen, wenn man genau weiß, warum — ein unbedachter Eingriff kann die Sicherheit oder die Funktion des Systems beschädigen.