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5-GHz-WLAN verschwindet regelmäßig

Das 5-GHz-Netz ist mal da, mal weg? Auf bestimmten Kanälen muss der Router bei Radarerkennung sofort abschalten — das ist Vorschrift, kein Defekt.

Aufwand:
ca. 20 Min.
Voraussetzung:
Zugang zur Router-Oberfläche
Gilt für:
Deutschland, 5-GHz-WLAN (802.11a/n/ac/ax)

Das Symptom

Das 5-GHz-WLAN ist unzuverlässig: Mal ist es normal verbunden, dann verschwindet der Netzname für einige Minuten komplett und taucht später wieder auf. Das 2,4-GHz-Netz desselben Routers bleibt derweil durchgehend stabil. Ein Muster ist schwer zu erkennen.

Die „Layer 8“-Wahrheit

Ein Teil der 5-GHz-Kanäle ist nicht exklusiv für WLAN reserviert. Auf diesen sogenannten DFS-Kanälen haben Wetter- und Flugsicherungsradar Vorrang. Damit WLAN diese wichtigen Systeme nicht stört, schreibt der Gesetzgeber vor: Erkennt der Router auf einem solchen Kanal ein Radarsignal, muss er ihn augenblicklich verlassen und auf einen anderen ausweichen. Genau das erlebt man als das plötzliche Verschwinden des Netzes.

Es ist also weder ein Defekt noch eine Fehlkonfiguration, sondern korrektes, vorschriftsgemäßes Verhalten. Wer in der Nähe eines Flughafens oder einer Wetterstation wohnt, trifft häufiger auf solche Radarsignale. Die zuverlässige Lösung ist, im Router einen festen Kanal aus dem DFS-freien Bereich zu wählen — dann muss der Router nicht mehr lauschen und ausweichen, und das 5-GHz-Netz bleibt konstant sichtbar.

Die echte, verifizierte Lösung

1000 % faktenbasiert. Jeder Befehl ist real, jeder Pfad existiert. Schritt für Schritt:

  1. 1.

    Das plötzliche Verschwinden einordnen

    Verschwindet das 5-GHz-Netz für Minuten und kommt dann wieder, liegt das oft an den sogenannten DFS-Kanälen. Auf diesen Frequenzen haben Wetter- und Flugradar Vorrang. Erkennt der Router ein Radarsignal, muss er den Kanal sofort räumen — gesetzlich vorgeschrieben.

  2. 2.

    Die Kanalwahl prüfen

    Im Router nachsehen, welcher 5-GHz-Kanal eingestellt ist. Die höheren Kanäle im mittleren Bereich sind DFS-Kanäle. Steht die Kanalwahl auf automatisch, springt der Router unter Umständen immer wieder auf einen solchen Kanal.

  3. 3.

    Auf einen DFS-freien Kanal wechseln

    Als Lösung einen festen Kanal aus dem unteren 5-GHz-Bereich wählen: die Kanäle 36 bis 48. Das sind in Deutschland die einzigen 5-GHz-Kanäle ohne DFS-Pflicht — alles darüber (52 bis 140) verlangt die Radarprüfung. Die in US-Anleitungen empfohlenen Kanäle 149 bis 165 sind hierzulande gar nicht für WLAN freigegeben. Auf 36 bis 48 muss der Router nicht auf Radar lauschen und das Netz bleibt stabil sichtbar.

  4. 4.

    Die Wartezeit beim Einschalten verstehen

    Auf DFS-Kanälen muss der Router beim Start erst eine Zeit lang lauschen, bevor er senden darf. Deshalb erscheint das 5-GHz-Netz nach einem Neustart manchmal erst nach ein bis zwei Minuten — auch das ist normal.

  5. 5.

    Bei erwünschter Reichweite abwägen

    DFS-Kanäle sind oft weniger überfüllt und damit schneller. Wer sie nutzen will, muss mit gelegentlichen Aussetzern in der Nähe von Flughäfen oder Wetterstationen leben. Wer Stabilität braucht, bleibt auf den DFS-freien Kanälen.

Häufige Fragen (FAQ)

?Das 5-GHz-Netz verschwindet plötzlich für Minuten. Ist der Router defekt?

Nein, er gehorcht dem Gesetz. Auf bestimmten 5-GHz-Kanälen muss er nach Wetter- und Flugradar horchen (DFS). Erkennt er ein Signal – oder glaubt es zu erkennen –, muss er den Kanal sofort räumen. Das Netz verschwindet dann und kommt erst nach einer Prüfzeit auf einem anderen Kanal zurück.

?Wie verhindere ich das?

Indem Sie im Router einen Kanal ohne DFS-Pflicht fest einstellen – im unteren Bereich von 5 GHz, also die Kanäle 36 bis 48. Der Nachteil: Dort ist es voller, und die zulässige Sendeleistung ist geringer. Sie tauschen also etwas Reichweite gegen Stabilität – für die meisten Wohnungen ein guter Handel.

Belege

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