Baustellen-Koordinator: Pflicht ab dem zweiten Arbeitgeber
§ 3 BaustellV kennt keine Größenschwelle. Arbeiten Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber auf der Baustelle, ist ein Koordinator zu bestellen.
// Symptom
Die verbreiteten Faustregeln verwechseln meist zwei Vorschriften oder zwei Stufen. Die Zahlen 30 Arbeitstage, 20 Beschäftigte und 500 Personentage gehören zur Vorankündigung nach § 2 BaustellV; der Koordinator nach § 3 hängt allein daran, ob Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber auf der Baustelle arbeiten. Gehörschutz ist über den unteren Auslösewerten bereitzustellen und ab den oberen zu tragen. Und eine feste Prüffrist für Elektrowerkzeuge nennt die Betriebssicherheitsverordnung nicht.
Sortiert nach Schadenspotenzial: Was Daten oder Hardware kosten kann, steht oben. Nicht, weil es am wahrscheinlichsten ist – sondern weil es am teuersten wird, wenn man es übersieht.
§ 3 BaustellV kennt keine Größenschwelle. Arbeiten Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber auf der Baustelle, ist ein Koordinator zu bestellen.
§ 2 Absatz 2 BaustellV verknüpft 30 Arbeitstage und 20 gleichzeitig Beschäftigte mit und. Daneben zählen 500 Personentage. Pflichtig ist der Bauherr.
§ 3 Absatz 1 BetrSichV sagt es wörtlich: Die CE-Kennzeichnung entbindet nicht von der Gefährdungsbeurteilung. Ein Hersteller-PDF hilft nur bedingt.
§ 8 LärmVibrationsArbSchV trennt Bereitstellen und Tragen. Beim Vergleich mit den Auslösewerten zählt die Dämmung des Gehörschutzes nicht mit.
Für Bohrhammer und Flex nennt die BetrSichV keine Monatsfrist; die legt der Arbeitgeber nach § 3 Absatz 6 fest. Prüfplakette steht nur beim Aufzug.
§ 2 PSA-BV: Der Arbeitgeber stellt Schutzausrüstung bereit, individuell passend, für eine Person. § 3 Absatz 3 ArbSchG verbietet die Kostenumlage.