Ein weiteres Gerät kommt nicht ins Netz, obwohl WLAN da ist? Oft ist der Adressvorrat des Routers erschöpft — zu viele Geräte, zu kleiner DHCP-Bereich.
Aufwand:
ca. 20 Min.
Voraussetzung:
Zugang zur Router-Oberfläche
Das Symptom
Ein neues oder wiederkehrendes Gerät verbindet sich zwar mit dem WLAN, kommt aber
nicht ins Internet: Es meldet, dass keine IP-Adresse bezogen werden konnte, oder
vergibt sich selbst eine unbrauchbare Notadresse. Die bereits verbundenen Geräte
funktionieren derweil normal.
Die „Layer 8“-Wahrheit
Damit ein Gerät im Netz reden kann, braucht es eine Adresse, und die verteilt der
Router automatisch aus einem festgelegten Vorrat. Dieser Vorrat ist nicht unendlich
— er umfasst einen bestimmten Adressbereich, und der ist ab Werk oft knapp bemessen.
Solange nur eine Handvoll Geräte im Haushalt sind, reicht das mühelos. Doch mit
jedem Smartphone, Fernseher, jeder smarten Lampe und Steckdose wächst die Zahl, und
irgendwann ist der Vorrat aufgebraucht. Das nächste Gerät geht dann leer aus — nicht
weil das WLAN fehlt, sondern weil keine Adresse mehr übrig ist.
Dass die alten Geräte weiterlaufen, während nur das neue scheitert, passt genau ins
Bild: Sie halten ihre Adressen, für das neue ist keine mehr da. Die Lösung ist
entsprechend direkt — den Adressbereich vergrößern und dabei die Liste von alten,
toten Einträgen befreien, die unnötig Plätze blockieren. Eine kürzere Vergabedauer
sorgt zusätzlich dafür, dass Adressen von längst verschwundenen Gästen schneller
wieder frei werden.
Die echte, verifizierte Lösung
1000 % faktenbasiert. Jeder Befehl ist real, jeder Pfad existiert. Schritt für Schritt:
1.
Den erschöpften Vorrat erkennen
Der Router vergibt IP-Adressen aus einem festgelegten Bereich (dem DHCP-Pool). Ist dieser Bereich klein und sind viele Geräte im Netz, kann er ausgehen. Neue Geräte bekommen dann keine Adresse und bleiben ohne Internet, obwohl das WLAN erreichbar ist — ein häufiger Effekt in Haushalten mit vielen Smart-Home-Geräten.
2.
Die Geräteliste im Router prüfen
In der Router-Oberfläche die Liste der bekannten und aktiven Geräte ansehen. Oft stehen dort viele alte, längst nicht mehr genutzte Einträge, die Adressen belegen. Diese aufräumen schafft sofort Platz.
3.
Den Adressbereich vergrößern
Den DHCP-Bereich im Router erweitern, sodass mehr Adressen zur Verfügung stehen. Wo der Standard etwa nur einige Dutzend Adressen umfasst, lässt er sich meist deutlich vergrößern, ohne dass sich sonst etwas ändert.
4.
Die Vergabedauer verkürzen
Jede Adresse wird für eine bestimmte Zeit vergeben (Lease). Ist diese Dauer sehr lang, bleiben Adressen von Geräten, die nur kurz da waren, unnötig lange blockiert. Eine kürzere Vergabedauer gibt Adressen schneller wieder frei.
5.
Feste Adressen sparsam einsetzen
Manuell vergebene feste Adressen sollten außerhalb des automatischen Bereichs liegen, sonst kollidieren sie mit der automatischen Vergabe. Für Geräte, die immer erreichbar sein müssen, feste Adressen im Router reservieren, statt sie am Gerät hart einzutragen.
Häufige Fragen (FAQ)
?Ich habe nur zwanzig Geräte, trotzdem sind die Adressen alle. Wie geht das?
Weil jedes Gerät, das sich jemals verbunden hat, seine Adresse für die Dauer der Vergabe blockiert – oft 24 Stunden oder länger, auch wenn es längst weg ist. Besuchergeräte, Smart-Home-Zubehör und jedes Handy mit zufälliger MAC-Adresse bei jeder Verbindung summieren sich schnell. Der Vorrat ist belegt, nicht benutzt.
?Warum bekommt mein Handy plötzlich immer neue Adressen?
Weil moderne Geräte aus Datenschutzgründen zufällige MAC-Adressen verwenden – oft bei jedem neuen Verbindungsaufbau. Für den Router sieht jedes Mal ein fremdes Gerät aus, das eine eigene Adresse braucht. In den WLAN-Einstellungen des Handys lässt sich für das Heimnetz die echte, dauerhafte Adresse einstellen.
Belege
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