Windows findet das NAS oder die Netzwerkfreigabe nicht mehr? Meist liegt es an SMB-Version, Anmeldedaten oder Netzwerkerkennung. So geht es wieder.
Aufwand:
ca. 15 Min.
Voraussetzung:
Zugang zur Router-Oberfläche
Das Symptom
Gestern lief die Datensicherung aufs NAS noch, heute ist es wie vom Erdboden
verschluckt: In der Netzwerkumgebung taucht es nicht mehr auf, der Zugriff aufs
Netzlaufwerk endet mit „Auf … kann nicht zugegriffen werden“ oder einer
Passwortabfrage, die nichts akzeptiert.
Die „Layer 8“-Wahrheit
Meistens ist das NAS quicklebendig – Windows hat nur aufgehört, es dir bequem zu
präsentieren. Die alte automatische Geräteliste in der Netzwerkumgebung hängt an
einem betagten Erkennungsdienst, den Microsoft aus guten Sicherheitsgründen
stillgelegt hat. Das Gerät verschwindet damit aus der Liste, ist über seine
direkte Adresse aber weiter da. Dazu kommt der zweite große Bremser: SMB1, das
uralte Freigabeprotokoll, das Windows nicht mehr anfassen will – zu unsicher.
Spricht ein altes NAS nur diese Sprache, wird es ignoriert. Die Verlockung, SMB1
einfach wieder einzuschalten, ist genau der falsche Weg: Man reißt damit ein
bekanntes Sicherheitsloch auf, statt das NAS auf einen zeitgemäßen Stand zu
bringen.
Die echte, verifizierte Lösung
1000 % faktenbasiert. Jeder Befehl ist real, jeder Pfad existiert. Schritt für Schritt:
1.
Das NAS über die direkte Adresse ansprechen
Statt in der Netzwerkliste zu suchen, das NAS direkt über seinen Namen oder seine IP-Adresse aufrufen. Im Windows-Explorer in die Adresszeile die Freigabe im UNC-Format eingeben, etwa den Servernamen mit vorangestellten Backslashes und dem Freigabenamen.
2.
Erreichbarkeit im Netz testen
Prüfen, ob das NAS überhaupt antwortet, indem du seine IP-Adresse anpingst. Kommt eine Antwort, ist es im Netz und nur die Freigabe hakt; kommt keine, liegt ein Netzwerk- oder Stromproblem am NAS vor:
ping 192.168.1.10
3.
Anmeldedaten prüfen
Fragt Windows nach Benutzer und Passwort und lehnt sie ab, stimmen die hinterlegten Zugangsdaten nicht mehr. Gespeicherte Anmeldeinformationen in der Windows-Anmeldeinformationsverwaltung löschen und beim nächsten Zugriff neu eingeben.
4.
Netzwerkerkennung und Freigabe aktivieren
In den erweiterten Freigabeeinstellungen von Windows die Netzwerkerkennung und die Datei- und Druckerfreigabe für das private Netzwerkprofil einschalten. Zusätzlich sicherstellen, dass das Netzwerk als 'privat' und nicht als 'öffentlich' eingestuft ist.
5.
SMB-Version am NAS anheben
Wird ein altes NAS gar nicht gefunden, unterstützt es womöglich nur SMB1. Am NAS per Firmware-Update SMB2/3 aktivieren, statt das unsichere SMB1 in Windows wieder einzuschalten – Letzteres öffnet ein bekanntes Sicherheitsloch.
Häufige Fragen (FAQ)
?Warum sehe ich mein NAS nicht mehr in der Netzwerkumgebung?
Die automatische Anzeige von Geräten in der Netzwerkumgebung hängt an einem alten Erkennungsdienst, den Windows aus Sicherheitsgründen zurückgefahren hat. Das NAS ist meist trotzdem erreichbar – nur eben nicht mehr per Doppelklick in der Liste, sondern über seine direkte Adresse.
?Was hat SMB1 damit zu tun?
SMB1 ist das veraltete, unsichere Protokoll, über das ältere Geräte Freigaben anbieten. Windows deaktiviert SMB1 inzwischen standardmäßig – zu Recht, denn es ist angreifbar. Ein sehr altes NAS, das nur SMB1 spricht, wird dann nicht mehr gefunden. Die richtige Lösung ist ein Firmware-Update oder ein NAS mit SMB2/3, nicht das Wiederbeleben von SMB1.
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