Der Browser meldet ERR_TOO_MANY_REDIRECTS und die Seite lädt nie fertig? Eine Weiterleitungsschleife ist schuld. So findest du sie auf Client und Server.
Aufwand:
ca. 15 Min.
Voraussetzung:
Zugang zur Router-Oberfläche
Das Symptom
Du rufst eine Seite auf, der Ladebalken zappelt kurz – und dann kapituliert der
Browser: ERR_TOO_MANY_REDIRECTS, oft mit dem Hinweis „Diese Website hat zu
oft umgeleitet“. Neu laden hilft nicht, die Seite kommt einfach nie an.
Die „Layer 8“-Wahrheit
Der Browser ist hier kein Spielverderber, sondern ein Notbremser. Die Seite
schickt ihn im Kreis – Adresse A zeigt auf B, B zurück auf A –, und irgendwann
sagt der Browser: „Ich dreh mich nicht ewig im Kreis.“ Der häufigste harmlose
Grund liegt bei dir: ein verkorkstes Cookie, das nach dem Löschen den Bann bricht.
Der häufigste ernste Grund liegt beim Server, und meist ist es dieselbe Falle –
ein SSL-Proxy, der die Seite unverschlüsselt anspricht, während der Server
stur auf HTTPS zurückleitet. Zwei höfliche Regeln, die sich gegenseitig ins Wort
fallen, bis nichts mehr geht. Deshalb lohnt der erste Test im Inkognito-Fenster:
Er verrät sofort, auf welcher Seite des Kabels die Schleife sitzt.
Die echte, verifizierte Lösung
1000 % faktenbasiert. Jeder Befehl ist real, jeder Pfad existiert. Schritt für Schritt:
1.
Cookies der betroffenen Seite löschen
Häufigste clientseitige Ursache sind kaputte oder widersprüchliche Cookies. In den Browsereinstellungen gezielt die Cookies dieser einen Domain entfernen und die Seite neu laden.
2.
Im Inkognito-Modus gegenprüfen
Ein privates Fenster startet ohne Cookies und Erweiterungen. Lädt die Seite dort normal, lag es an deinem Browser; bleibt der Fehler, sitzt die Schleife auf dem Server.
3.
HTTPS-Modus prüfen (häufigster Serverfehler)
Ein Klassiker: Ein Dienst wie Cloudflare steht auf 'Flexible SSL' und spricht den Server per HTTP an, während der Server jede HTTP-Anfrage auf HTTPS umleitet. Das ergibt eine Endlosschleife. Der SSL-Modus muss auf 'Full' stehen, wenn der Server selbst HTTPS kann.
4.
Weiterleitungsregeln entwirren
Auf dem Server widersprechen sich oft Regeln für www und ohne www oder für HTTP und HTTPS. Die Redirects in .htaccess, der Server- oder CMS-Konfiguration so ordnen, dass sie in genau eine Richtung zeigen – ohne Rücksprung.
5.
CMS-Grundadresse kontrollieren
Bei WordPress und ähnlichen Systemen führt eine falsch gesetzte Seiten-URL (Site Address) zur Schleife. Sicherstellen, dass die konfigurierte Adresse exakt zur tatsächlich genutzten Domain und zum Protokoll passt.
Häufige Fragen (FAQ)
?Was bedeutet ERR_TOO_MANY_REDIRECTS?
Die Seite schickt den Browser im Kreis: Adresse A leitet auf B, B wieder auf A – oder eine ähnliche Schleife. Nach zu vielen Sprüngen bricht der Browser ab, statt endlos weiterzuleiten. Die Ursache liegt entweder lokal (fehlerhafte Cookies) oder serverseitig (widersprüchliche Weiterleitungsregeln).
?Liegt es an mir oder an der Website?
Beides ist möglich. Verschwindet der Fehler im Inkognito-Fenster oder nach dem Löschen der Cookies, lag es an deinem Browser. Tritt er überall und auf jedem Gerät auf, steckt die Schleife auf dem Server – dann kann nur der Seitenbetreiber sie beheben, etwa in den HTTPS- oder Weiterleitungseinstellungen.
Belege
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Der Browser warnt, das Zertifikat stamme von keiner vertrauenswürdigen Stelle? Oft schneidet Software mit oder es ist selbst signiert.
SWLästigMixed Content: The page at … was loaded over HTTPS, but requested an insecure … This request has been blocked; the content must be served over HTTPS.